Freitag, 26. September 2003

UEFA-Cup: Kärntens Chance auf den Aufstieg in die zweite Runde lebt

  • Kritik in niederländischen Medien an Leistung von Feyenoord
  • PLUS: Alle Infos zum UEFA-Cup!

Der österreichische Fußball-Bundesligist FC Kärnten hat am Donnerstag die Chance auf den Aufstieg in die zweite UEFA-Cup-Runde gewahrt. Die knappe 1:2-Niederlage im Rotterdamer De Kuip-Stadion gegen den haushohen Favoriten Feyenoord lässt die Klagenfurter weiter von der Sensation träumen. "Die Spieler wissen spätestens seit diesem Spiel, dass die Niederländer auch nur mit Wasser kochen", erklärte Trainer Johannes Haubitz.

Nach den zuletzt enttäuschenden Leistungen in der heimischen Bundesliga zeigten sich die Kärntner auf internationalem Parkett stark verbessert. "Wichtig war unsere gute Anfangsphase. Die Burschen haben sich von der Atmosphäre nicht beeindrucken lassen. Unsere große Stärke war die Selbstsicherheit", sagte der Kärnten-Betreuer.

Moralinjektion für bevorstehende Aufgaben
Trotz der Niederlage sieht Haubitz dieses Spiel als Moralinjektion für die bevorstehenden Aufgaben in der Meisterschaft. "Für uns war es jetzt einmal wichtig, eine gute Leistung gebracht und eine Mannschaft wie Feyenoord voll gefordert zu haben." Auf die Erfolgstaktik von Rotterdam - aus einer kompakten Defensive auf Konterchancen lauern - will Haubitz auch im Rückspiel in drei Wochen in Klagenfurt zurückgreifen. "Nur weil wir uns auswärts gut gehalten haben, heißt das nicht, dass wir den Gegner vor eigenem Publikum an die Wand spielen können."

Medien gehen mit Feyenoord hart ins Gericht
Während die Kärntner zufrieden die Heimreise antraten, gingen die niederländischen Medien mit dem UEFA-Cup-Sieger von 2002 hart ins Gericht. "Es ist ein Drama, wenn Feyenoord nicht mehr in der Lage ist, einen Gegner wie Kärnten zu deklassieren", war im "Algemeen Dagblad" zu lesen. "De Telegraf" schrieb von einem "mühevollen Sieg. Für Kärnten war es auf Grund der schwachen Leistung von Feyenoord leicht, mitzuhalten."

(apa/red)

26.9.2003 11:53