Donnerstag, 25. September 2003

0:0 in Oslo: GAK durfte nur mit Resultat zufrieden sein

  • Schachner schätzt Chancen auf 70:30
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So richtig zufrieden durfte der österreichische Fußball-Vizemeister GAK beim Gastspiel in Oslo nur mit dem Resultat sein. Durch das 0:0 auswärts gegen den norwegischen Cupsieger Vaalerenga steht die Tür zur zweiten UEFA-Cup-Runde im Rückspiel am 15. Oktober im Schwarzenegger-Stadion weit offen, obwohl die Grazer über weite Strecken enttäuschten und nur mit Glück ohne Gegentreffer davonkamen.

Trainer Walter Schachner kritisierte vor allem die für die "Rotjacken" ungewöhnliche Zweikampfschwäche. "Die Norweger haben uns mit hohen Bällen unter Druck und in Verlegenheit gebracht. Sie haben ihre Chancen aber Gott sei Dank nicht genützt", erklärte "Schoko", dem auch die zahlreichen Abspielfehler im Spielaufbau sauer aufstießen.

Der frühere Austria- und Kärnten-Betreuer hofft, dass seine Mannschaft die Lehren aus der Nullnummer gezogen hat. "Man kann eben international nur bestehen, wenn man hundertprozentig dagegen hält. Aber es ist auch klar, dass wir nicht jede Partie so wie gegen Ajax spielen können", nahm er seine Elf in Schutz.

Die Chance für den Einzug in die zweite Runde seien trotz der dürftigen Darbietung gestiegen. "Vorher war es 60:40, jetzt würde ich sie auf 70:30 einschätzen", meinte Schachner, dem im Rückspiel in drei Wochen die zuletzt gesperrt gewesenen Ehmann und Pötscher wieder zur Verfügung stehen. Zudem könnten die Verletzten Naumoski, Goossens oder Akwuegbu bis dahin wieder in den Kader zurückkehren, um den Aufstieg sicherzustellen. "Aber zu Hause wird es gegen Oslo genauso schwer wie auswärts", warnte der Coach.

Auch Vaalerengas Spielertrainer Kjetil Rekdal sieht die Grazer noch lange nicht in der zweiten Runde. "Wir fahren nach Graz, um so schnell wie möglich ein Tor zu erzielen. Dann wird es schwierig für den GAK."

(apa/red)

25.9.2003 13:38