Freude bei Austria: Besuch aus Dortmund lässt violette Vereinskassa klingeln
- Heimspiel bringt Wiener Violetten 1,3 bis 1,4 Millionen Euro
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Fabelsummen à la Champions-League kann sich der Schatzmeister der Wiener Austria bis auf weiteres abschminken. Aber das UEFA-Cup-Duell mit dem deutschen Spitzenklub Borussia Dortmund lässt in Wien-Favoriten ordentlich die Kassa klingeln. Allein das Heimspiel am Mittwoch im Happel-Stadion wird die violette Klubbörse mit 1,3 bis 1,4 Millionen Euro (Tickets, TV-Rechte, Banden-Werbung,...) bereichern. Für die Wiener ein historischer Zahltag, denn so viel hat noch nie zuvor ein einzelnes Austria-Match eingespielt.
Auch die Zuschauerzahl gegen den Champions-League-Sieger 1997 dürfte in für Austria-Verhältnisse rekordverdächtige Höhen schnellen. Bis Montagabend waren 22.500 Tickets verkauft, unter Strich hoffen die Austrianer auf 30.000 bis 35.000 Fans. Die 40.000-Marke dürfte trotz des namhaften Kontrahenten nicht zu knacken sein, damit bleibt wohl das "violette" Meisterschaftsfinale zwischen Austria und Salzburg im Juni 1992 (40.000 Fans im Prater; 2:1 für Austria/mit Flögel) das best besuchteste Austria-Heimmatch der jüngeren Vereinsgeschichte.
Austria-Manager Markus Kraetschmer hat aber trotzdem allen Grund zum Jubeln. "Für uns ist Dortmund ein Wahnsinnsspiel. Dieser Gegner ist derart attraktiv, dass wir so viel wie im Vorjahr gegen Donezk und Porto zusammen einnehmen." Im UEFA-Cup 2002/2003 waren gegen Schachtjor Donezk (5:1) 13.100 und gegen den späteren UEFA-Cup-Sieger FC Porto (0:1) 29.200 Fans ins Happel-Stadion gekommen.
Auch wenn Dortmund ein lukratives Kaliber ist, ein Blick Richtung Champions-League lässt die "Veilchen" dennoch vor Neid erblassen. Die Königsklasse wird nicht umsonst "Millionenliga" genannt. Denn rund 3,7 Millionen Euro hätte es allein für die Qualifikation gegeben. Jeder Sieg in den Gruppenspielen wird mit 340.000 Euro entlohnt, jedes Unentschieden mit der Hälfte (170.000). Weitere Millionen regnet es im Achtelfinale (1,7), Viertelfinale (2) und Halbfinale (2,7). Der Titelgewinn bringt 6,7 Millionen Euro, der unterlegene Finalist erhält 4 Millionen.
Mittwoch-Gegner Dortmund weiß ein Lied davon zu singen, denn auf Grund der lukrativen TV-Verträge hatten die Borussen im Vorjahr trotz des Ausscheidens in der Zwischenrunde mehr als Champion AC Milan kassiert. Nämlich insgesamt 51,7 Millionen Franken (33,2 Millionen Euro). Für den BVB war das Out in der Qualifikation gegen den FC Brügge also wirklich ein sportliches und vor allem finanzielles Desaster, das es nun gegen die Austria ein klein wenig auszubügeln gilt.
(apa/red)
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