Sonntag, 28. September 2003

Klare Sache: Austria schickt Kärnten punktelos nach Hause

  • Starke zweite Halbzeit sorgt für einen 3:0-Heimsieg
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Die Wiener Austria bleibt Rapid in der Bundesliga auf den Fersen. Der Titelverteidiger entschied am Sonntag im Horr-Stadion das Duell mit dem Vorletzten FC Kärnten dank einer guten Leistung nach der Pause mit 3:0 (0:0) für sich und liegt nun fünf Zähler vor dem Tabellendritten GAK, der am Vortag bei der Admira (1:1) nur einen Punkt ergattert hatte. Die Grazer sind allerdings noch mit dem Match gegen Sturm Graz im Rückstand, das am Mittwoch nachgeholt wird.

Die 4.500 Austria-Fans, die zur Pause die schwache erste Hälfte ihrer Mannschaft mit einem Pfeifkonzert quittiert hatten, wurden bereits kurz nach dem Wechsel durch eine schöne Kombination versöhnt. Zuerst wurde Hieblinger von Helstad versetzt und dann flankte der Norweger ideal zu seinem Landsmann Rushfeldt, der per Kopf aus kurzer Distanz seinen achten Saisontreffer erzielte.

Für die endgültige Entscheidung sorgten Michael Wagner (75./nach einem Fehler von Papac und Zuspiel von Rushfeldt) und Gilewicz (86./Volleytor nach Janocko-Flanke). Die Kärntner hatten ihre beste Zeit Mitte der zweiten Hälfte, als Ambrosius (63.) und Hota (68./bei seinem Kopfball rettete Wagner auf der Linie) zwei gute Chancen zum 1:1 ausließen.

Revanche geglückt
Am Ende hieß es jedoch 3:0 für die Wiener. Sie revanchierten sich damit für den Ausrutscher in der Startrunde, in der sie in Klagenfurt gegen den FC Kärnten mit 1:2 die bisher einzige Saisonniederlage kassiert hatten. Ivo Vastic wurde nach einer schwachen Leistung und "Ivo Raus"-Rufen von den Rängen in der 55. Minute durch Flögel ersetzt. Flögel musste dann in der 85. Minute benommen vom Platz, nachdem er vom Ball voll am Kopf getroffen worden war. Flögel, bei dem als erste Diagnose eine Gehirnerschütterung festgestellt worden war, wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort soll er zur Beobachtung über Nacht bleiben.

In der ersten Hälfte hatte die Austria zwar das Spiel kontrolliert, war aber nicht in der Lage die kompakte Abwehr des FC Kärnten auszumanövrieren. Schöne Kombinationen und zwingende Chancen waren Mangelware. Ein Kopfball von Afolabi, bei dem Hota in der 38. Minute auf der Linie klärte, war in den ersten 45 Minuten die beste Chance der Wiener, während der selten beschäftigte Austria-Keeper Mandl nur einmal bei einem Schuss von Maric (34.) geprüft wurde.

"Noch kein Ende der Fahnenstange"
Austria-Trainer Joachim Löw zeigte sich mit dem Ergebnis seiner Mannschaft zufrieden: "Das war ein sehr wichtiger Sieg nach der Niederlage gegen Dortmund. Das Mittelfeld war variabel, der Ball ist gut gelaufen, über die Flügel waren wir verbessert. Das ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn wir betreiben unglaublichen Aufwand ohne großen Erfolg."

Referee Plautz, der in der vergangenen Saison drei Maric-Treffer nicht anerkannt hatte, war diesmal ein souveräner Spielleiter und wurde vor keine Probleme gestellt. (apa/red)

28.9.2003 16:05