Kärnten-Subventionen: Staatsanwaltschaft fordert Rechnungshof-Bericht an
- SPÖ spricht von "unglaublichem Sportskandal"
·Die Umfrage: Wer wird BL-Meister?
Heißt der Meister wieder Austria oder packt's GAK
·ALLE INFOS ZUR BUNDESLIGA!
Die Abschlusstabelle
der Saison 2003/04
·JETZT MITREDEN: FUSSBALL-FORUM
Ihre Meinung zu den großen Fußball-Ligen!
·Das Fußball-Quiz: Echt knifflig!!!
Das QUIZ für echte Fußball-Fans!
In Kärnten ist nun der Sport ins Zwielicht geraten. Für die SPÖ-Kärnten ergibt sich aus dem Rohbericht des Landesrechnungshofes (LRH) über den Bundesliga-Klub FC Kärnten, das Bundesnachwuchszentrum (BNZ) und die Jugendsportakademie (JSA) der Verdacht des Amtsmissbrauchs und einer verschleierten Subventionspolitik. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat jetzt den Rohbericht dangefordert.
Ob weitere Schritte gesetzt werden, werde vom Ergebnis der strafrechtlichen Prüfung abhängen. "Dass entgegen der gängigen Praxis Subventionen weiter ausbezahlt wurden, obwohl kein Nachweis über die zweckmäßige Verwendung der Förderungen des Jahres zuvor erbracht werden konnte, begründet diesen Verdacht (auf Amtsmissbrauch und verschleierte Subventionspolitik, Anm.)", sagte der SPÖ-Abgeordnete Peter Kaiser am Montag. Der Verdacht richte sich gegen den freiheitlichen Landesrat Gerhard Dörfler als zuständigen Referenten.
"Wir müssen davon ausgehen, dass Millionen an Steuergeldern nicht zweckmäßig verwendet wurden", sagte Kaiser weiters. Landeshauptmann Haider mache es sich zu einfach, wenn er versuche, den unglaublichen Sportskandal als Politikum vom Tisch zu bekommen. Denn schließlich habe die SPÖ bereits 2001 den Antrag gestellt, der LRH möge den Klub überprüfen.
Der Landesrechnungshof hat im Rohbericht sowohl beim FC Kärnten als auch beim BNZ und bei der JSA festgestellt, dass über Fördermittel kein Nachweis erbracht worden sei bzw. eine widmungsgemäße Verwendung nicht schlüssig oder nur teilweise nachvollzogen werden könne. Der Klub hat in einer Aussendung von einer "Schmutzkübelkampagne" gesprochen, mit welcher der Wahlkampf für die Landtagswahl im März 2004 inoffiziell eröffnet sei. Und weiter: "Beim FC Kärnten gibt es weder Schwarz- noch Geisterkonten, die Belege sind vollzählig und die widmungsgemäße Verwendung der erhaltenen Subventionen wurde bis dato immer ordentlich nachgewiesen."
(apa)
