11. BL-Runde: Sturm Graz blamiert sich gegen Mattersburg
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Sturm Graz bläst weiterhin ein rauher Wind ins Gesicht. Nach zwei Unentschieden hofften die "Blackies" zu Hause gegen Mattersburg auf den ersten Sieg unter unter Neo-Coach Mischa Petrovic. Doch auch gegen den Aufsteiger konnte das Ruder nicht herumgerissen werden und Sturm verlor verdient mit 0:1. Doch auch der GAK ließ wichtige Punkte liegen und erreichte nur ein 1:1 bei Admira. Bregenz konnte unterdessen die Siegesserie von Salzburg stoppen.
Aufsteiger SV Mattersburg hat nach dem 3:1-Heimsieg Ende Juli am Samstagnachmittag auch das zweite Duell mit Sturm Graz gewonnen. Die Burgenländer feierten durch ein frühes Tor von Anton Köszegi (4.) einen verdienten 1:0-(1:0)-Auswärtserfolg über den Ex-Meister, der damit weiter Tabellenschlusslicht bleibt. Während Mattersburg mit dem vierten Saisonsieg Platz fünf festigte, muss der ehemalige Champions-League-Zwischenrunden-Teilnehmer weiter auf einen Erfolg warten.
Die Gäste erwischten vor 5.221 Zuschauern im Schwarzenegger-Stadion einen Traumstart, denn nach nur knapp vier Minuten hieß es schon 0:1. Nach einem blitzschnellen von Kühbauer eingeleiteten Bilderbuch-Konter sowie einem Doppelpass mit Fülöp brachte Köszegi die Mattersburger mit seinem ersten Saisontor in Front. In der Folge versuchte Sturm erfolglos, das Spiel zu machen, da der Gegner mit seiner ganz auf Konter ausgerichteten Taktik die Räume extrem eng machte.
Einzig Mario Haas kam zu guten Möglichkeiten für die Grazer, da ihn sein Gegenspieler Mravac zunächst nicht in den Griff bekam. Das vermeintliche 1:1 wurde allerdings zu Unrecht aberkannt, wie auch Matterburg-Manager Martin Pucher anmerkte: "Diese Entscheidung war falsch, denn Haas war bei der Ballabgabe nicht im Abseits."
Pfeifkonzert der Sturm-Anhänger
Da auch die Einwechslung von Brunmayr für Strafner nach der Pause nicht den erhofften Schwung nach vorne brachte, gab es schon in der 55. Minute das erste lautstarke Pfeifkonzert der unzufriedenen Sturm-Fans, die in der 67. Minute nach fast das 0:2 zur Kenntnis nehmen mussten: Nach toller Vorarbeit des pfeilschnellen Fülöp traf Sturm-Libero Silvestre mit seinem Klärungsversuch genau den heraneilenden Köszegi, und dieser Beinahe-Pressball schlug knapp neben dem Tor ein.
Eine bezeichnende Szene, denn während Sturm kein Rezept gegen den diszipliniert spielenden Gegner wusste, blieben die Burgenländer, die von ihren mitgereisten Fans lautstark angefeuert wurden, bis zum Schluss gefährlich.
Sturm-Trainer Petrovic war nach dem Schlusspfiff die Ernüchterung ins Gesicht geschrieben: "Das ist eine schwere, bittere Niederlage für uns. Einige Spieler leben anscheinend noch von der guten alten Zeit, denn mit so einer Leistung kann man nicht einmal in der Landesliga gewinnen!"
Jugovic rettet die Admira
Vladimir Jugovic mit seinem ersten Tor der Admira einen wichtigen Punkt gerettet. Die Südstädter trennten sich vom GAK, für den Roland Kollmann seinen zehnten Saisontreffer erzielte, 1:1 (0:0).
Der zweifache Champions-League-Gewinner Jugovic bot gegen den UEFA-Cup-Teilnehmer seine bisher beste Leistung im Admira-Dress und bewies bei seinem Treffer viel Gefühl. Er schlenzte einen Freistoß über Keeper Schranz ins lange Kreuzeck und machte das verdiente Remis perfekt.
Der GAK hatte zwar rund eine Stunde lang mehr Spielanteile, Chancen gab es aber nur wenige, denn beide Teams waren perfekt aufeinander eingestellt und die Räume eng. Der erste schwere Fehler der Admira ermöglichte dem Schachner-Team die Führung: Sick spielte Kollmann frei, der freistehend einschoß (62.) und damit seine Serie (zumindest ein Treffer in jedem Spiel) prolongierte.
Doch nach dem 0:1 wurde die Admira aggressiver und spielte gute Chancen heraus. Der Ausgleich gelang allerdings aus einer Standardsituation (80.) - Jugovic nützte einen Stellungsfehler von Schranz, der zu weit vor dem Tor stand. Danach hatten die Hausherren sogar den Sieg vor den Beinen, doch Parapatitis (81.) und Katzer (Freistoß/82.) scheiterten und nach einem Iwan-Heber rettete Tokic (84.).
Nacj dem Spiel haderte GAK-Trainer Schachner mit dem zu kleinen GAK-Kader: "Man kann nicht zufrieden sein, wenn man so ein Tor bekommt. Aber es war der erste Fehler von Schranz in 30 Spielen, daher kann ich ihm nicht böse sein. Es war ein gerechtes Remis, aber so wie es zu Stande gekommen ist, waren es zwei verlorene Punkte. Der GAK-Kader ist zu klein, um eine Admira so wie sich jetzt präsentiert, über 90 Minuten zu beherrschen."
Bregenz beendete Salzburg-Serie
SW Bregenz beendete die jüngste Erfolgsserie des SV Salzburg. Nach drei Siegen in Serie bezog die Mannschaft von Lars Söndergaard zu Hause eine verdiente 0:1 (0:0)-Niederlage. Schepens erzielte in der 54. Minute den Siegestreffer der Vorarlberger, die damit Rang vier in der Tabelle absicherten.
Nach einem guten Beginn versuchte die Söndergaard-Elf mit untauglichen Mitteln, die Gäste-Abwehr zu knacken. Doch die Aktionen wirkten plan- und ideenlos, das verletzungsbedingte Fehlen von Weltmeister Thomas Häßler war nicht zu übersehen.
Bregenz, ohne Pedersen und Lawaree angereist, erkannte schon bald die Harmlosigkeit der Heimischen und übernahm die Initiative. Nur ein hervorragender Salzburg-Torhüter Heinz Arzberger bewahrte seine Mannschaft vor einem Pausenrückstand.
Unmittelbar nach der Halbzeit musste sich Arzberger aber geschlagen geben. Schepens konnte sich eine Dickhaut-Flanke unbedrängt herunter nehmen und sorgte für die verdiente Führung (54.). Das Tor weckte die Salzburger auf, die sich nun klar steigerten. Die Bregenzer verlegten sich nur noch darauf, das Spiel zu zerstören und hatten damit Erfolg, vor allem weil im Spiel der Gastgeber ein Gestalter fehlte. (apa/red)
