Montag, 22. September 2003

Sieg des GAK: "Schoko-Truppe" vereitelte durch 2:0 frühes Rapid-Solo

  • Grazer holten sich vor Europacup-Auftritt Sellbstvertrauen zurück
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Der GAK hat sich und acht seiner Mitbewerber ein frühes Solo Rapids in der Fußball-T-Mobile-Bundesliga erspart. Hätten die Rapidler den Wunsch ihres Trainers Josef Hickersberger erfüllt und am Sonntag den Schlager in Graz gewonnen, wäre die Konkurrenz schon sieben und mehr Punkte zurückgelegen. Durch den durch zwei Kollmann-Tore fixierten 2:0-Sieg der Grazer darf die Liga vorerst aufatmen. Die "Rotjacken" selbst erarbeiteten sich rechtzeitig vor der Europacup-Partie in Norwegen eine gehörige Portion Selbstvertrauen.

Dieser internationale Aspekt war für GAK-Coach Walter Schachner zumindest ebenso wichtig wie die drei Punkte auf dem nationalen Punktekonto. "Diese Motivation werden wir uns für das Match gegen Vaaleranga mitnehmen. Man darf ja nicht vergessen, dass wir nicht gegen irgendjemanden, sondern gegen den Tabellenführer gewonnen haben." Da nahm es "Schoko" gerne hin, dass seine Mannschaft diesmal spielerisch nicht geglänzt hat. "Aber in der Krise waren wir nie. Nur in Bregenz haben wir schlecht gespielt."

Teamspieler-Trio entschied Spiel
Besonderen Anteil am Erfolg gegen Rapid hatten drei Teamspieler. Kollmann natürlich durch seine drei Treffer, Aufhauser u.a. durch seinen effektiven Vorstoß vor dem Führungstor und Dollinger, indem er bei den Treffern die Vorlagen geliefert hatte. "Wenn wir nicht gewonnen hätten, wären wir ins Niemandsland abgerutscht und die Fans wären ausgeblieben", meinte Dollinger nach dem Match.

Feldhofer-Ausschluss mit Spiel entscheidend
Die Rapidler hatten nicht nur Hickersbergers Siegesgelüste unbefriedigt gelassen, sondern auch dessen Devise nicht befolgt, Gelb-Rot oder Rot zu vermeiden. Der Ausschluss Feldhofers nach Tätlichkeit gegen Dollinger war mit Spiel entscheidend, "Hicke" bestätigte die Richtigkeit des Feldverweises. "Aber die Blutgrätsche von Tokic hätte auch mit Rot geahndet gehört", kritisierte der 55-Jährige Schiedsrichter Brugger.

Ende einer Erfolgsserie
Für Kapitän Hofmann wäre Rapid mit etwas mehr Konsequenz zumindest nicht so früh auf die Verliererstraße gekommen. "Vor dem ersten Tor hätten wir den Ball nur wegschießen müssen, dann wären wir zu Null in die Pause gegangen. Und der Ausschluss wäre dann auch nicht passiert, da sich Feldhofer sicher zurückgehalten hätte." Jedenfalls kann Rapid schon am Mittwoch eine neue Erfolgsserie starten, nachdem man 17 Spiele in Serie unbesiegt war. In der zweiten Cup-Runde gastieren die Grün-Weißen in Krems.

(apa/red)

22.9.2003 11:02