Japan: Wieder starkes Nachbeben im Norden
- Erdstoß auf Insel Hokkaido erreichte Stärke sechs
- Experten warnen vor weiteren Beben in den kommenden Tagen
Ein Erdstoß der Stärke sechs auf der Richterskala hat am Samstagmorgen erneut den Norden Japans erschüttert. Nach Angaben des Wetteramts erschütterte das Nachbeben die Insel Hokkaido um 05.38 Uhr Ortszeit (22.38 Uhr MESZ Freitag). Über etwaige Schäden ist nichts bekannt.
Das Epizentrum lag 30 Kilometer unter dem Meeresspiegel etwa 750 Kilometer nördlich von Tokio. Am Freitag waren beim schwersten Erdbeben in Japan seit fast neun Jahren ein Mensch getötet und mehr als 400 verletzt worden.
Experten warnen vor Nachbeben
Experten warnen in den kommenden drei Tagen vor heftigen Nachbeben. "Mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent kann es in den nächsten drei Tagen Nachbeben mit einer Stärke von sechs oder höher geben", sagte ein Vertreter der meteorologischen Behörde des Landes am Samstag. Die Beben am Vortag hatten eine Stärke von bis zu 8,0 auf der Richter-Skala erreicht.
Der Seismologe Tsuneo Katayama hält dagegen einen Zusammenhang zwischen den in jüngster Zeit häufigen Erschütterungen des Nordens und der Möglichkeit eines großen Bebens in der Region um Tokio - einer der wichtigsten Geschäftsmetropolen Asiens - für unwahrscheinlich.
Die von den Beben am Freitag erschütterte Insel Hokkaido im Norden hat ungefähr die Größe Österreichs und ist die zweitgrößte der vier Hauptinseln Japans. Ihre Hauptstadt ist Sapporo, Austragungsort der olympischen Winterspiele 1972. (apa/red)
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