Freitag, 26. September 2003

Eindringlicher Appell: Nahost-Quartett will Friedensplan retten

  • Israelis und Palästinenser müssen "mehr tun"

Der Friedensplan für den Nahen Osten kann nach Meinung des so genannten Nahost-Quartetts nur noch durch drastische Schritte gerettet werden. Das Quartett appellierte am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung an Israelis und Palästinenser, "mehr zu tun, um den Kernforderungen der anderen Seite entgegenzukommen". Dem Quartett gehören die USA, Russland, die UNO und die EU an.

In der Erklärung heißt es weiter: "Palästinenser müssen unverzüglich und entschieden gegen jene Personen und Gruppen vorgehen, die Terrorakte planen und ausführen." Israel sprach das Nahost-Quartett angesichts der eskalierenden Gewalt das Recht auf Selbstverteidigung zu. Allerdings müsse Israel für ein Ende der Siedlungsaktivitäten sorgen.

UNO-Generalsekretär Annan forderte die Weltgemeinschaft nach den Gesprächen des Nahost-Quartetts in New York auf, beiden Konfliktparteien zu Hilfe zu kommen. Israel und die Palästinenser seien allein offensichtlich nicht in der Lage, aus der gegenwärtigen Sackgasse herauszukommen. "Der gefährliche Stillstand kann nur durch revitalisierten, aktiven Beistand der internationalen Gemeinschaft überwunden werden", sagte Annan. "Sollten wir diesen Schritt verpassen, werden wir meiner Meinung nach alle einen heftigen Preis zahlen."

US-Außenminister Powell bekräftigte, dass seine Regierung auch weiterhin ein "ehrlicher Vermittler" zwischen Israelis and Palästinensern sein wolle. Allerdings warne er beide Seiten, dass die Gewaltakte in Washington zur Frustration führen könnten.

(apa)

26.9.2003 19:47