Freitag, 26. September 2003

Kranker Papst: Heiliger Vater stand kurz vor Not-OP!

  • Privatärzte konnten Eingriff nur knapp verhindern
  • PLUS: BILDER der letzten Reise des Pontifex in die Slowakei!

Zunächst musste der Papst bei seiner letzten Auslandsreise in die Slowakei eine Rede abbrechen, am Mittwoch wurde auch seine wöchentliche Generalaudienz abgesagt. Warum? Laut italienischen Zeitungen schrammte der Papst am Dienstag knapp an einer Not-Operation am Darm vorbei! Der Gesundheitszustand des Heiligen Vaters wird demnach immer schlechter.

Dies berichtete die Turiner Tageszeitung "La Stampa", der zufolge die Ärzte des Heiligen Vaters bereits das römische Krankenhaus "Umberto Gemelli" alarmiert hatten, am Freitag. "Ab einem gewissen Punkt war die Sorge der 'Familie' des Papstes am Dienstagnachmittag um seinen Gesundheitszustand derart gewachsen, dass das Krankenhaus Gemelli für eine Notoperation in Alarmbereitschaft stand", berichtete die Tageszeitung.

Die Lage habe sich jedoch nach einigen Stunden gebessert und die Ärzte, die den Papst in seiner Sommerresidenz in Castel Gandolfo behandeln, beschlossen, dass keine Spitalseinweisung notwendig war. Die "Darmprobleme" des Papstes, von denen der Vatikan nach der Absage der Generalaudienz am Mittwoch berichtet hatte, seien jedoch gravierender als anfangs zugegeben, um keine Beunruhigung unter den Gläubigen auszulösen, schrieb die Tageszeitung.

Appartement für Papst im Spital steht bereit
Wegen der Darmprobleme sei auch die vorzeitige Rückkehr des Papstes von Castel Gandolfo in den Vatikan beschlossen worden. Im Krankenhaus Gemelli, dem Spital, in dem der Heilige Vaters nach dem Attentat im Jahr 1981 öfters operiert worden war, steht ihm jederzeit ein Appartement zur Verfügung, sollte sich sein Zustand verschlechtern.

Nach Angaben des Gastroenterologie-Professors an der römischen Universität "La Sapienza", Gianfraco Della Fave, sind die Darmprobleme des Papstes angesichts seines Alters und seiner Beschwerden normal. Der Professor unterstrich, dass der Papst bereits einer Darmoperationen unterzogen worden sei. Zugleich nehme er Medikamente zur Stabilisierung seiner Parkinson-Krankheit. Nebenwirkungen dieser Arzneien seien oft Darmprobleme, meinte der Professor.

Papst hatte bereits 1992 Darm-Tumor
Im Jahr 1992 musste sich der Papst einer Darmoperation unterziehen, nachdem bei ihm ein Darmtumor festgestellt worden war. Die operierenden Ärzte unter Professor Francesco Crucitti hatten die herausoperierte Geschwulst damals als "gutartig" bezeichnet. (APA/red)

26.9.2003 11:08