Mittwoch, 24. September 2003

Neue Gefechte: US-Soldaten töten neun Iraker

  • Tote auch bei Anschlägen in Bagdad und Mossul

Bei Feuergefechten mit US-Soldaten sind am Mittwoch neun Iraker getötet worden. Die US-Streitkräfte erklärten, dies sei die höchste Zahl von Todesopfern an einem Tag seit mehr als einem Monat. Auch bei neuen Anschlägen in Bagdad und Mossul gab es Todesopfer. Die Vereinigten Staaten legten unterdessen erstmals einen konkreten Zeitplan für die Entwicklung im Nachkriegsirak vor.

Der wirtschaftliche und politische Wiederaufbau soll laut dem Plan, der der Nachrichtenagentur AP vorlag, in drei Phasen vollzogen werden. Am Rande der UNO-Vollversammlung in New York gingen die Beratungen über eine neue Irak-Resolution weiter.

Ab Oktober ist dem US-Papier zufolge die Wiederaufnahme von Berufsausbildungen für Iraker vorgesehen, ebenfalls ab kommendem Monat soll die Kapazität von Elektrizitätsunternehmen bereits wieder 4.000 Megawatt betragen. Eine Steigerung um weitere 1.000 Megawatt - damit dann mehr als vor dem Sturz Saddam Husseins - ist für Jänner geplant. Die Kontrolle über Polizei, Häfen und das Eisenbahnsystem soll laut dem US-Plan dagegen nicht vor Februar an die Iraker zurückgegeben werden.

Nach einem irakischen Überfall auf eine Ölstation südlich von Tikrit riefen die US-Truppen ein Kampfflugzeug vom Typ AC-130 zur Hilfe. Mindestens drei der sieben Angreifer seien getötet worden, erklärten die Streitkräfte. In der Nähe von Balad feuerte eine amerikanische Patrouille auf drei Männer, die den Soldaten eine Falle stellen wollten und mit Schusswaffen und Granaten bewaffnet waren. Alle drei wurden getötet.

Laut einer neuen Umfrage sind die meisten Einwohner von Bagdad froh über den Sturz von Saddam Hussein. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Gallup-Instituts äußerten 67 Prozent der 1.178 Befragten außerdem die Ansicht, dass es den Irakern in fünf Jahren besser gehen werde als vor der Militäraktion.

(apa)

24.9.2003 22:00