Tote bei Kämpfen in Palästinensergebieten
Bei nächtlichen Vorstößen im Gazastreifen und im Westjordanland hat die israelische Armee mehrere palästinensische Extremisten getötet. In der Stadt Hebron im Westjordanland töteten die Soldaten am Donnerstag laut palästinensischen Angaben zwei Mitglieder der radikalen Gruppe Islamischer Dschihad. Im Gazastreifen rückte die Armee in ein Flüchtlingslager vor und tötete ebenfalls zwei Palästinenser.
Nach israelischen Armeeangaben wurde bei dem Vorstoß in Hebron der örtliche Dschihad-Anführer Diab el Shueki getötet. Soldaten und Palästinenser hätten sich vor dem Versteck der Extremisten Schusswechsel geliefert. Dabei sei ein Palästinenser schwer verletzt worden.
Im Gazastreifen waren israelische Soldaten unter dem Schutz von Armeehubschraubern mit Panzern in das Flüchtlingslager El Bureij vorgerückt, wie Augenzeugen berichteten. Bei Kämpfen wurden nach Armeeangaben sechs Soldaten verletzt, drei von ihnen schwer. Darüber, wer das Feuer eröffnet hat, gibt es unterschiedliche Angaben von palästinensischer und von israelischer Seite.
Bei einem der palästinensischen Toten soll es sich um Mohammed Bashir Akel handeln, ein Mitglied der Essedin-el-Kassem-Brigaden. Die Brigaden sind der militärische Flügel der radikalislamischen Hamas. Akels Tod wurde auch über Moscheelautsprecher bekannt gegeben. Der andere Tote sei ein 20-jähriger Palästinenser, über den zunächst keine genaueren Informationen vorlagen. Nach Krankenhausangaben wurden mehrere Palästinenser verletzt. Am Morgen zogen sich die Soldaten wieder zurück. (APA)
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