Dienstag, 23. September 2003

Zustimmung zu Bush in den USA erreicht neuen Tiefstand

  • Nur jeder zweite US-Bürger zeigt sich mit dem Präsidenten zufrieden
  • Würde jetzt gewählt, wäre Bush sein Amt los

Die Zustimmung zu Präsident Bush in der US-Bevölkerung hat einen neuen Tiefstand erreicht. Nur noch jeder zweite US-Bürger ist mit der Politik des Präsidenten zufrieden, wie eine veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup ergab.

47 Prozent der Befragten lehnten nach der in der Tageszeitung "USA Today" und im Nachrichtensender CNN veröffentlichten Umfrage Bush ab. Ende März, zu Beginn des Irak-Kriegs, waren noch 71 Prozent der Amerikaner mit ihrem Präsidenten zufrieden, im August immerhin 60 Prozent.

Würde in den USA jetzt gewählt, müsste Bush um sein Amt bangen. Der frühere NATO-Kommandeur Wesley Clark liegt der Umfrage zufolge im direkten Vergleich mit 49 Prozent drei Punkte vor Bush. Gegenüber anderen demokratischen Präsidentschaftskandidaten verzeichnet Bush nur einen geringen Vorsprung.

Großbritannien zweifelt an der Berechtigung
In Großbritannien zweifelt die Mehrheit zum ersten Mal seit dem Irak-Krieg an der Berechtigung des Waffengangs. Einer von der Tageszeitung "The Guardian" veröffentlichten Umfrage zufolge halten 53 Prozent der Befragten den Irak-Krieg für ungerechtfertigt, während nur noch 38 Prozent den Kurs ihrer Regierung unterstützen. Im April hatte die Zustimmung noch 63 Prozent erreicht, im Juli 51 Prozent. Die Labour-Partei von Premierminister Tony Blair wollen nur noch 35 Prozent der Befragten wählen. (apa)

23.9.2003 10:43