Dienstag, 23. September 2003

Unwetter in Südfrankreich: Bahnreisende übernachteten in Zügen

  • Ertrunken geglaubte Frau nach Sturz in Kanal gerettet

Wegen heftiger Unwetter mit schweren Regenfällen haben rund 1.000 Bahnreisende in Südfrankreich die Nacht auf Dienstag in Zügen und Bahnhöfen verbringen müssen. Auch Hunderte Schüler konnten nicht zu ihren Familien heimkehren und übernachteten in ihren Schulen. In manchen Orten - darunter auch einige Viertel der Stadt Montpellier - standen die Straßen bis zu einem Meter unter Wasser.

In Lunel wurde eine zunächst ertrunken geglaubte Frau nach einigen Stunden wohlbehalten wiedergefunden. Sie war vor den Augen ihres Ehemannes in einen Kanalschacht gefallen und von den Wassermassen davongerissen worden.

Die Gewitterregen überschwemmten Straßen und unterbrachen die Bahnlinien zwischen Montpellier und Nimes. Auf dem Flughafen von Montpellier wurden Flüge abgesagt. Das Rote Kreuz und die Bahngesellschaft SNCF verteilten Essenspakete an die gestrandeten Reisenden. Erst am Dienstagmorgen waren alle Bahnstrecken wieder frei. (apa/red)

23.9.2003 10:21