Tirol-Wählerströme: FPÖ hält nur jeden fünften Wähler
- Grüne konnten eigene Anhänger am stärksten mobilisieren
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Die Niederlage der FPÖ bei der Landtagswahl in Tirol zeigt sich auch darin, dass sie nur jeden fünften Wähler der letzten Wahl halten konnte. Mehr als die Hälfte ihrer Wähler von 1999 ging dieses Mal nicht zu den Urnen. Am besten mobilisieren konnten die Grünen ihr Potenzial, vier von fünf Wählern von 1999 machten am Sonntag wieder das Kreuz bei der Ökopartei. Das geht aus einer SORA-Wählerstromanalyse für den ORF hervor.
Nur 21 Prozent der FPÖ-Wähler von 1999 (15.000 Stimmen) votierten am Sonntag wieder für die Freiheitlichen. Hingegen gingen 54 Prozent (38.000 Personen) dieses Mal nicht zur Wahl. Abgesehen von den Nichtwählern konnte am meisten die ÖVP von den Verlusten der FPÖ profitieren. 15 Prozent oder 11.000 Wähler wanderten von den Freiheitlichen zur Volkspartei. Die SPÖ konnte sieben Prozent (5.000 Personen) der ehemaligen FPÖ-Wähler gewinnen, die Grünen drei Prozent (2.000 Personen). Ein Prozent ging zu den sonstigen Parteien.
Die Grünen haben 82 Prozent (23.000 Personen) ihrer Wähler von 1999 auch dieses Mal wieder für sich begeistern können. Nur neun Prozent (3.000 Personen) gingen am Sonntag nicht zur Wahl. Die SPÖ konnte 76 Prozent ihrer Wähler von 1999 (60.000 Personen) wieder mobilisieren, nur 11 Prozent (9.000 Personen) wanderten zu den Nicht-Wählern. Immerhin acht Prozent der früheren SPÖ-Wähler (6.000 Personen) sind zu den Grünen gewandert. Bei der ÖVP sind 71 Prozent ihrer Wähler von 1999 (120.000 Personen) der Partei treu geblieben. 22 Prozent (37.000 Personen) sind dieses Mal nicht zur Wahl gegangen. (APA)
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