Sonntag, 28. September 2003

OÖ-Wahlen: Der Tag der "Entschleunigung"

  • Große Frage an sonnigem Frühherbsttag: Wahllokal oder Ausflug oder beides?
  • Spitzenkandidaten begannen Wahltag mit Joggen und Essen

Sonnig und ruhig - so begann der Wahlsonntag in Oberösterreich. Bei den Tausenden Funktionären, die sich in den vergangenen Tagen die Füße für ihre jeweiligen Parteien wund gelaufen hatten, war ebenso wie bei den Spitzenkandidaten statt Stress "Entschleunigung" angesagt.

Landauf, landab kündeten nur mehr die Wahlplakate - auch schon mit einem Hauch Nostalgie - vom Wettbewerb der Ideen der vergangenen Wochen. Die große Unbekannte an diesem schönen Frühherbsttag war die Wahlbeteiligung. Wahllokal oder Ausflug oder beides?

Die Spitzenkandidaten der Landtagsparteien hatten allesamt angekündigt, den Wahlsonntag ruhig und erholsam anzugehen, mit Joggen oder sonstiger Bewegung, einem Familien-Frühstück und einem gemütlichen Mittagessen, ebenfalls im Kreise der Lieben. Erst für den Nachmittag war ein neuerlicher Adrenalin-Stoß angesagt, wenn die ersten Ergebnisse eintrudeln würden.

ÖVP-Spitzenkandidat Landeshauptmann Josef Pühringer gab seine Stimme in seiner Heimatgemeinde Traun ab, nachdem vorher Joggen mit der Ehefrau - einer professionellen Wellness-Trainerin - auf dem Programm gestanden war. SPÖ-Spitzenkandidat Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider wählte in Linz-Urfahr, zuvor gab es "Familie" und sonst nichts. Der Spitzenkandidat der FPÖ, Landesrat Günther Steinkellner, gab seine Stimmen in Leonding ab, nachdem er zuvor bei einem langen familiären Spaziergang Frischluft getankt hatte. Der Spitzenkandidat der Grünen, Rudi Anschober, trat um die Mittagszeit ebenfalls in Leonding zum Urnengang an, bei ihm hatte es zuvor eine Mischung aus Sport und Kulinarischem gegeben: Joggen und selber Kochen. (apa/red)

28.9.2003 11:52