Der Wahlkampf-Endspurt: Stoiber bei ÖVP-Schlusskundgebung in Linz
- OÖ: SP will "Wende" schaffen, FP will mehr als 10 Prozent, Grüne wollen in Regierung

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Absolute als Thema der Elefantenrunde
Die oberösterreichische SPÖ hat am Freitag ihren Wahlkampf mit einer Veranstaltung in Festsaal des Neuen Rathauses in Linz abgeschlossen. Spitzenkandidat Erich Haider erhob dabei den Anspruch, dass seine Partei die Wende schaffen wolle. Mit einem "Fest für Oberösterreich" - einer Großveranstaltung auf dem Linzer Hauptplatz - beendete die ÖVP ihren Wahlkampf.
Die oberösterreichische SPÖ müsse bei den Wahlen deutlich stärker werden, um eine absolute Mehrheit der ÖVP zu verhindern, betonte Haider. Bundesparteichef Gusenbauer stellte fest, jede Stimme für Erich Haider sei eine Stimme gegen die schwarz-blaue Bundesregierung.
Haider kritisierte erneut unter anderem die Privatisierung der voestalpine - "die größte Gemeinheit". Er warnte vor einem weiteren Verkauf von Unternehmen, beispielsweise der Post. Die schwarz-blaue Regierung zerstöre alles, was den arbeitenden Menschen wichtig sei. Deswegen müsse die SPÖ am kommenden Sonntag die "Wende schaffen", und sie habe gut Chancen dazu.
Stoiber unterstützt Pühringer
Beim Wahlkampfabschluss der ÖVP bekam Spitzenkandidat Landeshauptmann Pühringer moralische Unterstützung von den Landeshauptleuten Klasnic, Schausberger und Pröll. Pühringer: "Wir Landeshauptleute sind eine verschworene Gemeinschaft, wenn es um unsere Länder und die Menschen geht". Als Gastredner zum "Fest für Oberösterreich" hatte die ÖVP auch den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber eingeladen.
Ausdrücklich betonte Pühringer, dass es am Sonntag in Oberösterreich nicht eine bundespolitische Entscheidung anstehe. Auch wenn die SPÖ so tue, als gehe es um eine Nationalratswahl, "es geht nicht um eine neue Bundesregierung, es geht um Oberösterreich", so Pühringer, "es geht um die nächsten sechs Jahre und nicht um die vergangenen sechs Monate".
Grüne: Anschober will in Landesregierung
Der Spitzenkandidat der Grünen, Rudi Anschober, unterstrich in einer Pressekonferenz nochmals das zentrale Ziel, nämlich erstmals den Einzug in die oberösterreichische Landesregierung und damit einen "grünen Umweltlandesrat" zu schaffen. Dazu benötigen die Grünen rund neun bis zehn Prozent der Stimmen. "Dieses Ziel ist in Griffnähe, jedoch alles andere als sicher. Es wird ganz, ganz knapp." Nach Ansicht der Grünen könnten "ein paar hundert Stimmen vielleicht die Entscheidung ausmachen".
Anschober äußerte weiters die Auffassung, dass die oberösterreichische Wahl "zum Denkzettel für die schwarzblaue Bundesregierung" und zum "Protest" gegen die Regierung werden würde.
FPÖ-Steinkellner rechnet mit mehr als 10 Prozent
Eine Ansicht, der FPÖ-Chef Landesrat Günther Steinkellner bei einer Pressekonferenz widersprach. "Ich gehe davon aus, dass die Wähler zwischen der Bundes- und Landespolitik sehr genau unterscheiden können". Und er sei zuversichtlich, dass die Freiheitlichen mehr als zehn Prozent der Stimmen bei der Landtagswahl erreichen und damit einen Regierungssitz halten werden. "Es gab bei uns eine schwierige Situation, das ist bekannt, aber jetzt sind wir geeint und geschlossen." Das sei ihm auch bei Wahlveranstaltungen bestätigt worden, so Steinkellner. Und jüngste Umfragen würden der FPÖ einen "Aufwärtstrend" attestieren.
(apa/red)
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