'Ernüchternde' Studie: 50% schon betrunken am Steuer
- Aber: Alk am Steuer kommt bei Männer deutlich häufiger vor
- Kuratorium fordert nun vermehrt Einsatz von Vortestgeräten
·Section Control
2. Anlage wird am Wechsel montiert!
·Section Control
99% halten sich brav an Tempo 80!
·Stichwort: Section Control
So funktioniert die neue Tempo-Messung
Unfälle mit Alkohol am Steuer nehmen wieder zu. Aus diesem Grund führte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) eine neue Studie durch - und deren Ergebnisse sind "ernüchternd": Das Wissen um das erhöhte Risiko ist zwar gegeben, dennoch hat sich schon jeder zweite Lenker (!) mindestens ein Mal alkoholisiert ans Steuer gesetzt.
Die von KfV und Verkehrssicherheitsfonds beauftragte Studie (559 Befragte) förderte zu Tage, dass es im bewussten Risiko-Inkaufnehmen geschlechtsspezifisch erhebliche Unterschiede gibt: So gaben 66,3 Prozent der Männer zu, schon betrunken Auto gefahren zu sein, bei den Frauen waren es 37 Prozent. Ein "ernüchterndes Ergebnis", denn gleichzeitig schätzen 92 Prozent der Befragten dieses Verhalten als "sehr gefährlich" ein und 80 Prozent befürworten die 0,5 Promille-Grenze befürworten, erläuterte Peter Felber, Leiter der KfV-Landesstelle Steiermark.
Immerhin 70 Prozent sind der Überzeugung, dass eine härtere Bestrafung positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit hat. Sehr wenige Lenkerinnen und Lenker wissen allerdings darüber Bescheid, was auf sie zukommt, wenn sie in alkoholisiertem Zustand von der Exekutive erwischt werden: Nur rund zehn Prozent kennen das gesetzliche Strafausmaß.
Felber weist darauf hin, dass 80 Prozent der Befragten mit dem routinemäßigen Einsatz eines Vortestgeräts einverstanden sind. "Verkehrsregelungen wirken meist nur in Verbindung mit ausreichenden Kontrollen", argumentiert der Verkehrsexperte für eine Ausweitung des Instrumentariums bei der Alkoholüberwachung im Straßenverkehr. Im Rahmen der "Verkehrssicherheitswoche" will das steirische KfV zwischen 29. September und 3. Oktober unter dem Motto "Alkohol am Steuer tötet" auf das Problem aufmerksam machen. (APA/red)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
