Wirbel an den Schulen: Unmut über Haider-Stundenplan
- Gratis-Stundenpläne tragen den Schriftzug des Landeshauptmanns
- SPÖ-LGF Würschl: "Offensichtliche Wahlwerbung auf Steuerkosten"
Für Unmut sorgt derzeit in den Kärntner Schulen ein vom Land verteilter Stundenplan, der u.a. den Schriftzug von Landeshauptmann Jörg Haider (F) trägt. "Da wird mit Steuergeld offensichtlich Wahlwerbung betrieben", erklärte SPÖ-Landesgeschäftsführer Herbert Würschl. Mehr noch, der Großteil der 80.000 Stundenpläne wandere in den Müll, weil "die Stundenpläne mit Haider-Motiv nicht angenommen werden".
Würschl sprach von vielen empörten Anrufen von Schulleitern, Lehrern und Schulwarten. Er verwies darauf, dass die Stundenpläne "demonstrativ in den Müll geworfen werden". Würschl: "Es gibt kein ordentliches Budget für 2004, dafür werden alle Kärntner Schulen zwangsbeglückt." Wenn Haider als Schulreferent schon so viel Geld übrig habe, dann solle er damit jene Schülerinnen und Schüler unterstützen, deren Eltern mit den zusätzlichen Kosten im Schulalltag kaum zurecht kommen.
Die Leidtragenden seien die Schulleiter und Lehrer, welche sich für "Politwerbung an den Schulen" rechtfertigen müssten, die Schulwarte, welche "mit einer Papierflut kämpfen" und schließlich die Steuerzahler, welche die "Papierflut an den Kärntner Schulen bezahlen müssen", betonte Würschl. (apa/red)
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