2002: 1.408 Tote bei Freizeitunfällen in Österreich
- 73 Prozent aller Unglücke passieren in diesem Bereich
- Zahl der Unfälle im Freizeitbereich im Steigen
1.408 Menschen sind im Jahr 2002 bei Unfällen im Heim-, Freizeit- und Sportbereich ums Leben gekommen. Die Statistik des Instituts "Sicher Leben" zeigt, dass 73 Prozent aller Unglücke in diesem Bereich passieren. Mit intensiver Aufklärung soll versucht werden, diese Zahlen zu senken.
Während in den Bereichen Verkehr und Arbeit die Zahlen der Verletzten und Getöteten seit vielen Jahren zurückgehen, sind sie im Freizeitbereich deutlich im Steigen, so Rauch-Kallat. Dabei wären viele Unfälle durch geeignete Aufklärung und einfache Handgriffe zu vermeiden. Dabei gelte es nur, den inneren Schweinehund zu überwinden und einen Radhelm aufzusetzen, Steckdosen zu sichern oder Teppiche faltenfrei zu verlegen. Eine eigene Plattform mit allen Experten aus den Bereichen der Unfallverhütung soll laut Rauch-Kallat schon demnächst erst Maßnahmen vorschlagen.
Laut Othmar Thann vom Kuratorium für Schutz und Sicherheit bringt Unfallprävention enorme volkswirtschaftliche Vorteile. Die Aktion "Sichere Gemeinden" vor wenigen Jahren in Vorarlberg brachte einen deutlichen Rückgang der Unfallzahlen und "rechnet sich". Die Kosten für Aufklärungsmaßnahmen könnten neun Mal so viel Geld an Behandlungskosten einsparen.
Zwei Zielgruppen hat Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck besonders in Visier: Neben den vor allem durch Stürze gefährdeten Pensionisten sind dies die Schüler, die überproportional stark in der Unfallstatistik vertreten sind. Rund 60 Prozent der Verletzungen erleiden sie beim Schulsport, 20 Prozent in den Pausen. Neben einem gezielten Training der Motorik seien auch "soziales Lernen und Aggressionsbewältigung" wichtig. (apa)
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