Dienstag, 16. September 2003

Endlich gestartet: EA launcht Online-Service für PS2

  • Spielehersteller erwartet sich Boom von Internet-Games
  • Noch fraglich wie Spiele profitabel gemacht werden können

Seit Wochenanfang können PS2-Gamer rund ein Dutzend der Electronic Arts-Games auch online spielen. Der Videospiele-Hersteller (EA) erwartet, dass sich der Online-Spiele-Bereich zukünftig zu einem wesentlichen Bestandteil seines Geschäfts entwickeln werde.

"Es ist keine Frage, dass das ein strategischer Schritt unsererseits ist. Wir wollen der Führer im Online-Spiele-Sektor sein", so Frank Gibeau, EA-Vizepräsident für Marketing.

Service derzeit noch kostenlos
Der Service ist zurzeit noch kostenlos und ermöglicht es Spielern, online Gegner zu finden, in Wettkämpfen gegeneinander anzutreten, mit anderen Spielern zu chatten und High Scores für Spiele wie "Madden NFL 2004" oder "The Lord of the Rings: The Return of the King" zu posten.

Bisher PC-Domäne
Online-Spiele wurden bisher meist über PCs gespielt, die Nutzung von Spiele-Konsolen ist in diesem Bereich noch im Anfangsstadium. "Es ist noch kein Massenmarkt und es wird einige Zeit dauern, bis es soweit ist", so Schelley Olhava, Analyst beim Marktforscher IDC. EA hat bereits früher mit Online-Games experimentiert, allerdings für PC-User. Durch sein auf Abonnements basierendes Service EA.com hat das Unternehmen mehr als 200 Mio. Dollar verloren und zehn weitere Mio. Dollar für die Entwicklung der Spiele "Majestic" (2001) und "The Sims Online" (2002), die beide floppten.

Profit weiter fraglich
Die Spieleindustrie steckt ohnehin in einem Dilemma: Viele Unternehmen prophezeien Online-Games ein großes Potenzial, aber keiner weiß, wie man die Spiele profitabel macht. Für dieses Jahr rechnet IDC mit einem Umsatz aus dem Verkauf von Konsolen für Online-Spiele von rund 42 Mio. Dollar in den USA. 2004 werden es laut IDC 116,7 Mio. Dollar sein. (pte/red)

Weitere Informationen:

  • EA-Website

    16.9.2003 16:16