Vorsicht: Neuer Wurm verbreitet sich mit rasanter Schnelligkeit
- Gelangt als E-Mail-Anhang auf Festplatten, versendet sich selbstständig
- Besonders Heimcomputer sind von "Swen" betroffen
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Ein neuer Computerwurm tarnt sich als Programm des Software-Anbieters Microsoft und täuscht vor, ein Sicherheitsloch in Microsoft-Programmen zu schließen. Mit dieser cleveren Taktik habe der "Swen" oder "Gibe" genannte Wurm es geschafft, sich am vergangenen Wochenende explosionsartig zu verbreiten, sagte Computerexperte Josef Pichlmayr von Ikarus Software
Der heimtückische Wurm gelange als E-Mail-Anhang auf die Festplatten und versende sich dann selbstständig an die auf dem Rechner gespeicherten Adressen weiter. "Er verbreitet sich mit einer hochgradig ungewöhnlichen Geschwindigkeit. Während die Zahl der von 'Swen' verschickten infizierten E-Mails am 19. September noch bei 20.000 lag, haben wir in den folgenden Tagen 100.000 E-Mails registriert", sagte Pichlmayr. Der Wurm könne nur deshalb so erfolgreich sein, weil die Attachments der infizierten E-Mails den Sicherheitsprogrammen von Microsoft täuschend ähnlich seien. Es solle aber klargestellt werden, dass die Firma Microsoft ohne Anforderung keine Sicherheitsprogramme als Attachments verschicke. Solche E-Mails sollten stets kritisch betrachtet werden.
Private User als Leidtragende
Die Leidtragenden seien fast ausschließlich private Internet- Nutzer, da sich der Wurm vor allem über die Musiktauschbörse KaZaa, Internet-Diskussionsforen und gemeinsam genutzten Netzwerken verbreite, erläuterte der Fachmann. Für die Datenverarbeitung von Firmen bedeute der Wurm nur ein geringes Sicherheitsrisiko, da deren Virenschutz im Gegensatz zu dem der meisten Heimcomputer ausreichend sei. (apa)
