NEWS: ÖIAG-Aufseher Sorger kritisiert Voest-Börsegang
- Sorger in NEWS: "Anti-Stronach-Haltung keine Werbung für Standort Österreich"
- "Brauchen ausländisches Kapital"
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In der neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS kritisiert ÖIAG-Aufsichtsrat Veit Sorger, Vorstandsvorsitzender der Frantschach AG, den Börsegang als gewählten Weg der Privatisierung der voestalpine AG. Er persönlich hätte den Verkauf des ÖIAG-Aktienpaketes an der Voest an einen strategischen Investor wie Magna-Gründer Frank Stronach vorgezogen, da er den nunmehrigen Alleingang des Linzer Stahlkonzernes als "riskanter" für das Unternehmen ansieht.
Herbe Kritik übt Sorger in NEWS an der "Anti-Stronach-Diskussion", die im Vorfeld der Privatisierung stattgefunden habe. "Man hat Stronach sofort unterstellt, dass er die Voest zerreißen und verscherbeln will, und nicht erkannt, was er dem Unternehmen bringen kann", erklärt Sorger in NEWS. Er, Sorger, verstehe in diesem Zusammenhang auch das Management der Voest nicht, das den Weg des Börsenganges präferiert habe.
Die Diskussion im Vorfeld sei laut Sorger "keine Werbung für den Wirtschaftsstandort Österreich" gewesen. "Ich war entsetzt, welche Geringschätzung privaten Investoren, die sich mit ausländischem Kapital in Österreich engagieren wollen, entgegengebracht wird", so Sorger in NEWS. Sorger führt Beispiele wie die Austria Tabak und seine Frantschach AG ins treffen, wo mit ausländischem Kapital eine Stärkung des Standortes und positive Weiterentwicklung des Unternehmens errreicht worden sei. "Wir befinden uns im beinharten Wettbewerb mit den Nachbarstaaten. Allein mit österreichischem Kapital werden wir diesen nicht gewinnen", so Sorger in NEWS.
Zum Privatisierungsvorhaben der Regierung meinte Sorger, dass er "heute mehr denn je überzeugt" sei, dass sich die öffentliche Hand - nicht nur der Bund - aus Unternehmen zurückziehen soll.
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