EU-Agrarminister: Künftige WTO-Strategie beraten
- Dialog mit den Entwicklungsländern soll wieder aufgenommen werden
Die Europäische Union will nach dem Abbruch der WTO-Agrarverhandlungen den Dialog mit den Entwicklungsländern wieder aufnehmen. Eine entsprechende Strategie werden die EU-Agrarminister bei ihrem informellen Treffen von Samstag bis kommenden Dienstag im italienischen Taormina diskutieren.
Die italienische EU-Ratspräsidentschaft strebt dabei die Formulierung von gemeinsamen Zielen in der Agrarpolitik mit den Entwicklungsländern an, wie es in einem Hintergrundpapier der Präsidentschaft heißt.
An den Gesprächen beim informellen Agrarrat sollen auch einige Minister der Entwicklungsländer teilnehmen, hieß es aus Brüsseler EU-Kreisen am Freitag. Wichtig sei jetzt, "die Produktionsformen und Handelsabkommen zu stärken und auszubauen, die den Landwirten in der EU und in den Entwicklungsländern bessere Perspektiven bieten". Die EU wolle ihre Agrarwirtschaft in jenen Bereichen weiter aktiv unterstützen, die "gleichzeitig auch Raum für einen Fortschritt in den Entwicklungsländern bieten", heißt es weiter in dem Dokument.
Der italienische EU-Vorsitz schlägt zudem zusätzliche Maßnahmen für die ärmeren Länder vor, wie etwa die Förderung eines qualitativ hochwertigen Produktionssystems.
(apa, red)
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