Donnerstag, 18. September 2003

Lkw-Maut: Der Probebetrieb startet in dieser Woche

  • Europpass beklagt: Firmen kaum auf Mautsystem vorbereitet
  • Erst 8,5% der Lkw-Betreiber haben bisher "GO-Box" geordert

In dieser Woche startet der Probebetrieb für das Mautsystem für Lkw über 3,5 Tonnen in Österreich. Bis Ende September soll der Testbetrieb vollständig eingeleitet werden. An dem Probebetrieb, der bis Mitte November laufen wird, sollen laut Asfinag-Kreisen einige 100 Lkw teilnehmen. Eingehoben werden soll die Lkw-Maut dann ab dem 1. Jänner 2004.

Am Ende des Probebetriebs soll es ein unabhängiges Gutachten geben, nach dem das Verkehrsministerium die so genannte Inbetriebnahmeverordnung erlassen soll. Eingehoben werden soll die Lkw-Maut von durchschnittlich 22 Cent je Kilometer dann ab 1. Jänner 2004.

Die Arbeiten an der Infrastruktur - 430 Mautstationen für rund 2.000 Straßenkilometer - sind laut Asfinag bereits abgeschlossen. Die ersten kleinen Mautgeräte für die Lkw, genannt GO-Boxen, sollen ab Anfang kommenden Monats ausgeliefert werden.

Laut Mautordnung müssen bereits ab 1. Dezember dieses Jahres alle Lkw, die durch Österreich fahren, eine GO-Box besitzen. Ab 1.1.2004 soll schon scharf kontrolliert werden, betonte ein Europpass- Sprecher.

Bisher kaum Nachfrage für "GO-Box"
Die Geräte, die fünf Euro kosten, können seit 1. April 2003 bestellt werden. Derzeit haben laut Europpass aber erst acht Prozent der 90.000 mautpflichtigen österreichischen Lkw und gar nur fünf Prozent der über 400.000 heimischen und internationalen schweren Brummer eine GO-Box bestellt.

Europpass mahnt die Frächter, rechtzeitig die notwendigen Geräte zu bestellen, zumal es in der Regel auf Grund der Registrierung vier bis fünf Wochen dauert, bis eine GO-Box freigeschaltet werden kann. Außerdem drohten riesige Staus, wenn alle bis zuletzt warteten. (APA)

18.9.2003 12:11