FORMAT: Voest-Chef Struzl überlegt Rücktritt vom Rücktritt
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Der wegen Insider-Geschäften unter Beschuß geratene Voest-Chef Franz Struzl wird von einflußreichen Politikern und Managern zum Rücktritt vom Rücktritt ermuntert. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.
Laut FORMAT wurde jene Aufsichtsratssitzung, bei der Struzl die vorzeitige Auflösung seines noch bis 2006 laufenden Vertrages anbieten wollte, von diesem Freitag auf den 29. September verschoben.
Wie das Magazin weiter berichtet, führt Voest-Aufsichtsratschef Rudolf Streicher eine Liste von Befürwortern eines Struzl-Comebacks an. Auch ÖIAG-Vorstand Rainer Wieltsch, der Chef der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, Ludwig Scharinger, sowie Landeshauptmann Josef Pühringer sprechen sich für einen Verleib Struzls an der Voest-Spize aus.
FORMAT zitiert den Industriellen Hannes Androsch mit den Worten: "Warum soll Struzl gehen, während Banker Strafe zahlen und bleiben dürfen? Es wäre sehr gescheit, ihn zu halten."
Landeshauptmann Pühringer zur Causa Struzl
"Ich habe dazu keine Äußerung abgegeben" - das erklärte Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) zu jüngsten Meldungen, dass er sich für einen Weiterverbleib von Voest-Generaldirektor Franz Struzl ausgesprochen habe.
Er, Pühringer, habe lediglich festgestellt, dass es keinen Fall eines "arbeitslosen Einkommens" geben dürfe. Sollte es vertraglich nicht anders möglich sein, als dass Struzl bis 2006 weiterhin seine Bezüge bekommt, so sollte man einen Weg finden, dass er dafür auch eine Leistung erbringt, betonte der Landeshauptmann. Grundsätzlich mische er sich jedoch nicht in die Tätigkeit der Organe der voestalpine ein, so Pühringer weiter. (FORMAT/APA/Red.)
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