UNIQA verflicht sich mit Nürnberger Gruppe
- Strategische Partnerschaft fixiert - Kartellbehörden-Okay noch ausständig
Der österreichische Versicherungsriese UNIQA hat eine Kapitalverschränkung mit der deutschen Nürnberger-Gruppe vereinbart. Mit Jahresbeginn 2004 wird die börsennotierte UNIQA die Nürnberger Versicherung AG Österreich zur Gänze übernehmen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.
Zudem wurde eine wechselseitige Beteiligung zwischen den beiden börsennotierten Konzernobergesellschaften UNIQA Versicherungen AG und Nürnberger Beteiligungs-AG im Ausmaß von 3 Prozent vereinbart. Der Deal bedarf noch der Zusammenschlusskontrolle durch das österreichische Kartellgericht.
Mit der 3-prozentigen Beteiligung der Deutschen an der UNIQA im aktuellen Börsenwert von 27 Mio. Euro gilt die österreichische Assekuranz den weitaus überwiegenden Teil des Transaktionswerts für die Übernahme der Nürnberger Österreich ab, hieß es zur APA.
Kooperieren werden UNIQA und Nürnberger - mit deren Österreich- Gesellschaft Garant - auch im Osteuropa-Geschäft, etwa im Kfz- Bereich.
Die Nürnberger Versicherung AG Österreich bleibe auch nach der Übernahme durch UNIQA als eigenständiges Unternehmen mit eigener Produktpalette unter der Marke "Nürnberger" in Österreich tätig, hieß es weiter. Ein Hineinfusionieren bzw. Verschmelzen mit dem UNIQA- Konzern ist für die nächsten drei Jahre vertraglich ausgeschlossen.
Das Prämienvolumen der Nürnberger Versicherung AG Österreich aus der Lebens- und Unfallversicherung lag 2002 bei 88,6 Mio. Euro. Der Großteil (86,6 Mio. Euro) davon entfällt auf die Lebensversicherung. Nürnberger Österreich beschäftigt in der Zentrale in Salzburg und an den Standorten Wien, Innsbruck, Linz, Klagenfurt und Graz rund 130 Mitarbeiter. Sie werden ihre Arbeitsplätze behalten, wurde weiters betont. Vertrieben werden die Produkte über einen angestellten Außendienst und 500 Makler, Agenten und Berater. (apa)
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