Adcon-Konkurs: Heuer bisher größte Pleite in Niederösterreich
- 31 Arbeitnehmer und 200 Gläubiger von Insolvenz betroffen
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Adcon musste Konkurs anmelden
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Mit einer Schuldensumme von 12,1 Mio. Euro ist der Zusammenbruch der börsenotierten Hightech-Schmiede Adcon Telemetry die bisher größte Pleite des heurigen Jahres in Niederösterreich. Das Landesgericht Korneuburg hat den Konkurs über das Klosterneuburger Unternehmen eröffnet. Nach Angaben des Kreditschutzverbands von 1870 (KSV) sind von der Insolvenz 31 Beschäftigte und rund 200 Gläubiger betroffen.
Die erste Gläubigerversammlung sowie die Prüf- und Berichtstagsatzung ist für 13. November angesetzt, die Frist zur Anmeldung von Forderungen läuft bis 30. Oktober. Zum Masseverwalter wurde Rechtsanwalt Matthias Schmidt bestellt.
Den finanziellen Kollaps verursacht haben nach Schuldnerangaben neben der allgemein schwierigen Situation in der Technologiebranche - Adcon ist auf digitale Funkübertragungssysteme spezialisiert - auch die nachlassende Investitionsbereitschaft in wichtigen Absatzmärkten wie Lateinamerika und den USA sowie der Rückgang des Konzernumsatzes.
Auch Tochterunternehmen zahlungsunfähig
Ende August hatte das im Sommer 1999 an den Neuen Markt gebrachte Unternehmen noch versucht, außergerichtlich einen Forderungsnachlass von 75 Prozent bei den Gläubigern zu erwirken und damit stillen Ausgleich zu schaffen.
Ebenfalls zahlungsunfähig sei ein holländisches Tochterunternehmen, berichtete der KSV. Auch aus einer Patronatserklärung für eine insolvente französische Tochter habe Adcon in derzeit noch unbekanntem Umfang einzustehen.
Für den KSV ist das wirtschaftliche Ergebnis des Konkursverfahrens derzeit noch nicht seriös einzuschätzen. Die tatsächlich realisierbaren Aktiva hätten laut Adcon einen Liquidationswert von 1,3 Mio. Euro, die jedoch nur im Ausmaß von 373.000 Euro freies Vermögen darstellten. Der Rest sei mit Ab- und Aussonderungsrechten belastet, hieß es weiter.
In den von Adcon bezifferten Gesamtpassiva von 12,1 Mio. Euro sind dem KSV zufolge auch die Verbindlichkeiten aus einer Wandelanleihe enthalten, die im Status mit 4,16 Mio. Euro ausgewiesen sind. Die Anleihe ist laut Prospekt nicht als nachrangig konzipiert. Für die Anleihe-Gläubiger wird das Konkursgericht einen Treuhänder bestellen. (apa/red)
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