BA-CA und Erste pokern um Postabank
- Auch Erste Bank hofft auf Zuschlag für Ungarn-Institut
- BA-CA-Aufsichtsratschef Randa: "Bin optimistisch"
Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), Tochter der bayerischen HypoVereinsbank (HVB), ist zuversichtlich, den Zuschlag bei der zum Verkauf stehenden staatlichen Postabank in Ungarn zu erhalten. "Ich bin optimistisch", sagte HVB-Vorstand und BA-CA-Aufsichtsratschef Gerhard Randa am Rande einer Commerzbank-Konferenz in Berlin laut vwd. Am 12. September hat die BA-CA ihr Offert abgegeben.
Mit einer Entscheidung der ungarischen Privatisierungsagentur APV, die am 12. September drei verbindliche Angebote für die Postabank erhalten hatte (auch von der Erste Bank und GE Capital), wird am 25. September gerechnet.
In der Erste Bank trifft Vorstandschef Andreas Treichl keinerlei Aussagen zum Postabank-Gebot. Finanzkreise gehen aber davon aus, dass es der Ersten viel wert sein dürfte, in Ungarn jetzt zum Zug zu kommen.
Randa: "Wäre ein feiner Kauf"
Randa sagte, die BA-CA sei in einer "relativ komfortablen Situation". Wenn der Kauf realisiert werden könne, wäre dies "fein" und würde die Position der BA-CA in Ungarn weiter stärken. Scheitere der Kauf, "geht die Welt auch nicht unter", so Randa. Die BA-CA sei seit 1989 mit einer Tochter auf dem ungarischen Markt vertreten, die "sehr gut gelaufen ist". Die momentane Situation sei stabil. Der Marktanteil in Ungarn liege derzeit bei rund 5 Prozent.
Mit der Postabank - sie ist gemessen an der Bilanzsumme von 1,7 Mrd. Euro das siebentgrößte Geldinstitut des Landes - würde die BA-CA vom fünften auf den dritten Platz der größten Banken in Ungarn vorrücken.
Wie berichtet hat die BA-CA, seit 9. Juli wieder an Wiens Börse notiert, vor einer Woche die Unterlagen für das seit längerem angekündigte Zweitlisting an der Warschauer Börse eingereicht. Randa sagte dazu heute, er rechne mit einer schnellen Antwort, allerdings werde das von den Genehmigungsprozessen in Polen abhängen.
Nach dem Zweitlisting in Warschau sind nach Angaben von Randa keine weiteren Aktienplatzierungen an anderen Börsen geplant. Die HVB wolle als Gesellschafter auf jeden Fall 75 Prozent plus eine Aktie halten. Angaben zum bisherigen Geschäftsverlauf im dritten Quartal machte der HVB-Vorstand nicht. (apa/red)
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