Neuer Marktauftritt: AUA heißt jetzt "Austrian"
- Aus Tyrolean Airways wird "Austrian Arrows"
- Plus: Neue Farben, neue Design etc. - was sich noch alles ändert
Die Austrian Airlines selbst wird künftig nur noch als "Austrian" auftreten. Lediglich der Ferienflieger Lauda Air behält als einzige Airline in der Gruppe Schriftzug und den Engel als Logofigur bei. Der Schriftzug Austrian ist rot gehalten, der stilisierte Pfeil im Schriftbild wird "dynamisiert": er hebt ab, wird dreidimensional und wirft einen Schatten. Der neue Markenauftritt beinhaltet auch Änderungen im Inneren der Maschinen und einen neuen Internet-Auftritt.
Die Kosten für den neuen Markenauftritt bezifferte AUA-Chef Vagn Sörensen heute auf 1,5 Mio. Euro, dazu kommen noch insgesamt weitere 800.000 Euro für Umbemalungen der Maschinen, die im Jahr 2005 abgeschlossen sein sollen.
Die erste Bombardier Q400 präsentierte sich bereits im neuen Design, im November soll der erste "Austrian"-Airbus 330 abheben. Das neue "Signage" ist demnächst am Wiener Flughafen zu sehen, noch heuer werden auch die Bundesländerflughäfen umgerüstet. Im kommenden Jahr 2004 werden 8 weitere Flugzeuge neu bemalt. Die Umstellung erfolge ausschließlich in den technischen Standzeiten, sagte Flugbetriebsvorstand Walter Bock.
Vorerst keine neuen Uniformen
Neue Uniformen für die Crews von Austrian, Austrian arrows und Lauda Air sind vorerst nicht geplant. Das könnte frühestens 2005 ein Thema werden, sei aber eine Kostenfrage, sagte Sörensen. Bis dahin sollen Accessoires wie ein Schal die Zusammengehörigkeit der drei Austrian-Gesellschaften ausdrücken.
Verkürzung auf "Austrian" als Verjüngung
Die Verkürzung von Austrian Airlines auf "Austrian" bedeute eine Verjüngung der Stammmarke, die zuletzt Mitte der neunziger Jahre ein "Lifting" erhalten hat. Der dynamisierte Austrian-Pfeil soll die traditionellen Stärken der Gesellschaft zum Ausdruck bringen. "Er spannt sich, symbolisiert selbstbewusste Aufbruchsstimmung und deutet in Richtung einer erfolgreichen Zukunft", so das Unternehmen.
"Austrian Arrows" statt "Tyrolean"
Auch die neue "kraftvolle Produktmarkenidentität" der bisherigen Tyrolean Airways - "Austrian arrows - operated by Tyrolean" verkörpere die bisherigen Stärken der Tyrolean, nämlich "die Zielstrebigkeit, die Dynamik, den Durchsetzungswillen und die Nahtlosigkeit der Prozessabwicklung". In der Bezeichnung seien auch die Tiroler Stärke Schnelligkeit, Effizienz und Zielstrebigkeit" ausgedrückt, ist Tyrolean-Geschäftsführer Johann Messner überzeugt. Verändert wird nur die Marke, die Gesellschaft heißt weiter Tyrolean Airways.
Sparen in der Economy Class
Ursprünglich war das Facelifting schon fürs Frühjahr geplant, wurde aber aufgrund des Irak-Krieges nach hinten verschoben.
Für die Kunden ist der Neuauftritt nicht nur aus optischen Gründen spannend. Mit Beginn des Winterflugplans am 27. Oktober wird es auch ein neues Servicekonzept geben. Kurzstreckenpassagiere, die mit billigen Tickets in der Economy-Klasse sitzen, sollen dann für den Bordservice zahlen - vor allem für die Bewirtung im Flieger. In der Business-Class wird es dafür zu einem Upgrading kommen. Mit dem hauseigenen Caterer Airest, der Umsatzeinbrüche befürchtet, laufen derzeit heftige Diskussionen.
Manche AUA-Mitarbeiter fragen sich, "ob es gescheit ist, eine neue Marke gleich mit weniger Service zu beginnen". Der Vorstand scheint entschlossen, den Plan zu realisieren.
"Die Mitte geht verloren"
Mit neuen Dienstleistungen werde den neuen Trends Rechnung getragen. "Die Mitte geht verloren, damit auch die Mittelmäßigkeit", sagte AUA-Marketing-Vorstand Josef Burger. Auch die verstärkte Ausrichtung auf Mittel- und Osteuropa soll im Herbst noch deutlicher zum Ausdruck kommen.
Die Marke Lauda bleibt
Der eigenständige Auftritt der Lauda Air innerhalb der Gruppe bleibt erhalten. Gründer Niki Lauda meint ironisch: "Ich verstehe diese Inkonsequenz nicht. Wenn eh schon an einem einheitlichen Kollektivvertrag für alle gebastelt wird, könnte man doch gleich alle Flieger gleich anmalen." In der AUA gibt es viele, die das befürworten würden.
Stillschweigen über Sparmaßnahmen
Keine neuen Details gibt es von den andauernden Verhandlungen zwischen Vorstand und den AUA-Piloten über geplante Sparmaßnahmen. Die Gespräche liefen weiter, beide Seiten hätten aber Stillschweigen vereinbart, um eine "Versachlichung" der Diskussion zu erreichen. (FORMAT/apa/red)
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