Österreich ist wichtigster Auslandsinvestor in Kroatien
- Chancen für Austro-Unternehmen in Südosteuropa weiterhin gut
- Tourismusbranche und Bauwirtschaft als Wachstumsträger
Südosteuropa"Die Region Südosteuropa ist eine der Hoffnungsregionen für österreichische Unternehmen", sagt Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Im vergangenen Jahr 2002 konnten in allen Ländern der Region - Kroatien, Serbien und Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Rumänien, Bulgarien, Albanien und Moldawien - Zuwächse bei den Exporten aus Österreich verzeichnet werden. Und auch in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres ist die Bilanz positiv.
"Besonders erfreulich ist die Entwicklung in Kroatien", sagt Koren. Mit fast einer Milliarde Euro Exportvolumen ist Kroatien für Österreich die Nummer eins in Südosteuropa. Das Exportplus gegenüber 2001 machte 12 Prozent aus. Obwohl auch die Importe aus Kroatien zulegten (+13 Prozent) zählt der Handelsbilanzüberschuss von 628 Millionen Euro zu den höchsten, die Österreich im Außenhandel überhaupt erzielen konnte.
Auch im laufenden Jahr geht die positive Entwicklung weiter. In den ersten fünf Monaten wuchsen die Exporte gegenüber der Vorjahresperiode um 9,7 Prozent auf 450 Mio. Euro. Die Importe legten um 10 Prozent auf 174 Mio. Euro zu. Peter Hasslacher, WKÖ-Handelsdelegierter in Zagreb, erwartet, dass "das bilaterale Handelsvolumen heuer die 1,5 Mrd. Euro-Marke übersteigen wird." Österreichs Position am kroatischen Markt sei generell hervorragend. Hasslacher: "Unser Marktanteil beträgt 7 Prozent. Mit einem Anteil von 24 Prozent an den Gesamtinvestitionen in Kroatien ist Österreich der größte ausländische Investor im Land."
Hoffen auf Tourismusbranche und Bauwirtschaft
Die Präsenz österreichischer Unternehmen erstreckt sich beinahe auf alle Sektoren der Wirtschaft. Hasslacher: "Kroatien ist sozusagen schon ein erweiterter Heimmarkt." 2003 sollte sich der Aufwärtstrend bei Austro-Investitionen fortsetzen, erwartet Hasslacher. Wobei insbesondere die Tourismusbranche und die Bauwirtschaft als Wachstumsträger anzusehen sind.
Österreichische Unternehmen sind insbesondere in den Branchen Finanzdienstleistungen, Bau, Umweltdienstleistungen, Tourismus, Immobilien oder Telekom erfolgreich in Kroatien aktiv.
Styria und mobilkom als Vorbilder
Als erfolgreiche Beispiele unter vielen nennt die WKÖ die Styria Medien AG, die seit Ende 2000 Eigentümer der größten kroatischen Tageszeitung, Vecernji List (150.000 Stück verkaufte Auflage mit 700.000 Lesern), ist. Über Vecernji List verfügt Styria Medien über weitere Beteiligungen im Medienbereich.
Besonders gut schneide die mobilkom austria group in Kroatien ab. Im ersten Halbjahr 2003 hat die kroatische VIPnet, an der mobilkom austria 99 Prozent hält, einen 20 Prozentigen Kundenzuwachs auf 1,15 Millionen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs erzielt. Der Marktanteil von VIPnet liegt bei fast 50 Prozent. (APA/red)

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