Schlusslicht Sturm knackte Heimserie von Meister Austria
- Präsident Kartnig fieberte und tobte auf der Tribüne
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UMFRAGE: Wessen Stuhl ist am unsichersten?
Bundesliga-Schlusslicht Sturm Graz hat am Samstag in der 10. Runde mit dem 1:1 auswärts gegen Meister Austria Wien ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Die Steirer, die bereits im "Hinspiel" gegen die Austrianer ein 0:0 erkämpft hatten, knackten damit auch die Heimserie der Wiener, die nach vier Siegen in Folge erstmals in dieser Meisterschaft das Horr-Stadion nicht als Sieger verlassen haben.
Für Sturm wäre im Horr-Stadion nach der Führung durch Rojas (49.) sogar noch mehr möglich gewesen. Das sah auch der auf der Tribüne heftigst mitfiebernde Klub-Boss Hannes Kartnig so, der nach einem vergebenen "Sitzer" von Stürmer Haas (65.) ganz in seinem Element war: "Und sowas darf bei uns im Nationalteam spielen."
Mit dem Schlusspfiff war der Ärger aber wieder verflogen, Kartnig applaudierte seinem Team und auch Neo-Coach Michael Petrovic (zwei Spiele, zwei Remis) durfte zufrieden sein: "Vor allem Anfang der zweiten Hälfte waren wir sehr gut. Ein gerechtes Remis."
Fehlende Harmonie bei der Austria?
Aus Austria-Sicht sah die Analyse der Dortmund-Generalprobe nicht ganz so positiv aus. "Kämpferisch und läuferisch hat die Mannschaft alles gegeben. Im Endeffekt haben uns aber die Ideen gefehlt", gestand Austria-Trainer Joachim Löw. Vor allem eine Aktion sorgte bei den Violetten für interne Diskussionen. In der 24. Minute schnappte sich nämlich Scharner den Ball, drängte sämtliche Mitbewerber zur Seite und trat persönlich zum Freistoß an (der Schuss landete über dem Tor).
Eine Undiszipliniertheit, die bei Löw nicht allzu gut ankam. "Die Freistoß-Schützen sind klar eingeteilt. Das hat Scharner nicht befolgt. Der einzige, der bei Standards etwas zu bestimmen hat, ist Vastic", stellte der Deutsche klar. (apa/red)
