Erste Heimniederlage: Bregenz verliert gegen Rapid 1:2
- Hütteldorfer behaupteten Fünf-Punkte-Vorsprung
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Tabellenführer Rapid hat am Mittwoch im Nachtragsspiel der achten Runde in der österreichischen T-Mobile Fußball-Bundesliga SW Bregenz die erste Heimniederlage in dieser Saison zugefügt. Mit dem 2:1-Erfolg durch Treffer von Hofmann (10.) und Wallner (50.) bzw. Schepens (55.) gewannen die Grün-Weißen auch das vierte Auswärtsspiel in diesem Spieljahr und liegen damit weiter fünf Punkte vor der Austria.
Vor 9.500 Zuschauern starteten die Hütteldorfer so, wie es sich für einen Tabellenführer gehört. Die Hickersberger-Elf übernahm von Beginn an das Kommando, präsentierte sich zweikampfstärker und spielfreudiger und ging bereits nach zehn Minuten in Führung. Martinez, der für den verletzten Ivanschitz in die Mannschaft gerückt war, spielte Jazic auf der linken Seite frei, dessen Flanke von Kapitän Hofmann volley ins lange Eck verwertet wurde.
Erst nach rund 20 Minuten steigerten sich die Hausherren und drängten die Wiener zusehends in die Defensive. Bragstad traf nach einer Hlinka-Hereingabe den Ball nicht (20.), Rapid-Goalie Payer fischte einen Schuss von Nzuzi in seinem 50. Bundesliga-Spiel für die Grün-Weißen mit einer Glanzparade aus dem Kreuzeck (27.), der gleiche Spieler verfehlte das Tor um Zentimeter (32.) und Berchtold traf aus kurzer Distanz nur die Stange (45.) - auf Grund der Chancen hätten sich die Vorarlberger bis zur Pause das 1:1 verdient, zumal die Rapidler nach der Führung nur noch in der 24. Minute, als Rene Wagner den Ball allein vor Tolja am langen Eck vorbeischob, gefährlich vor das Bregenzer Tor kamen.
In der 50. Minute folgte der große Auftritt von Wallner, der in der 44. Minute für den verletzten Vico gekommen war. Der Teamstürmer versetzte nach einer Flanke von Prisc Ikanovic und schoss trocken in die kurze Ecke zum 2:0 für Rapid ein. Für Wallner der erste Treffer seit 10. Mai.
Doch dieser Spielstand beflügelte die Bregenzer weit mehr als die Wiener. Schon wenige Sekunden nach dem Gegentreffer scheiterte Berchtold wieder aus kurzer Distanz am Aluminium, ehe er in der 55. Minute mit einem abgefälschten Schuss den Anschlusstreffer einleitete. Über Prisc kam der Ball zu Schepens, der aus kurzer Distanz auf 1:2 verkürzte.
Wenn sich auch Wallner nach seiner von Hickersberger verordneten Zwangspause stark verbessert zeigte, so geriet Rapid spätestens mit dem verletzungsbedingten Austausch von Hofmann (59./Nachwirkungen eines brutalen Fouls von Aslan in der ersten Hälfte) immer mehr ins Hintertreffen. Mit der Feldüberlegenheit wusste die Truppe von Regi van Acker mit Ausnahme eines gefährlichen Kopfballs von Nzuzi (60.) und Chancen von Berchtold (85., 91.) jedoch nichts anzufangen. Bei Rapid vergaben Wagner (79.), Martinez (84.) und Garics (87.) Möglichkeiten auf die vorzeitige Entscheidung.
Mit diesem Erfolg behauptete Rapid zwar den Fünf-Punkte-Vorsprung auf die Austria, die Personalprobleme wurden bei den Hütteldorfern allerdings noch größer. Zu den verletzten Markus Hiden und Stefan Kulovits gesellten sich auch Vico und Hofmann, zudem ist Ivanschitz vor der wichtigen Partie am Sonntag in Graz gegen den GAK angeschlagen. (apa/red)
