Freitag, 19. September 2003

Bayern München: Kahn wehrte sich gegen Kritik

  • Oli denkt bei schlechter Leistung an Karriere-Ende
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Der deutsche Fußball-Teamtorhüter Oliver Kahn hat sich gegen seine Kritiker zur Wehr gesetzt und im Falle anhaltend schlechter Leistungen sein sofortiges Karriereende angekündigt. "Ich spiele nur, solange ich Topleistungen bringe. Wenn das nicht mehr der Fall ist, bin ich der erste, der Schluss macht", sagte der Kapitän des FC Bayern München in einem Interview.

Energisch widersprach Kahn Gerüchten, er habe seine professionelle Einstellung aufgegeben. "Seit Dinge aus meinem Privatleben an die Öffentlichkeit gelangten, wird Kahn als Sportler nicht mehr objektiv betrachtet", sagte der Welttorhüter des Jahres 2002. Nach einem durchwachsenen Saisonstart mit zehn Gegentoren in sechs Bundesliga-Spielen war auch beim FC Bayern Kritik an Kahns Leistungen laut geworden. "Ein Prozent der Kritik nehme ich ernst, 99 nicht, weil sie von Leuten kommt, die keine Ahnung vom Torwartspiel haben. Doch das prallt alles an mir ab", so der 34-Jährige.

Auch sein Privatleben will Kahn trotz der permanenten Beobachtung durch die Medien nicht ändern. "Unsere Welt ist in manchen Bereichen abartig geworden. Wenn ich auf der Wies'n ein Bier trinke, heißt es gleich, der Kahn war wieder die ganze Nacht unterwegs", wurde der Torwart zitiert. Noch nie habe er eine Zigarette auf Lunge geraucht, "ich paffe nur ab und zu". Kahn dementierte zudem einen angeblichen Machtkampf mit seinem Mannschaftskollegen Michael Ballack. "Es gibt gar keine Differenzen, sondern nur Leute, die zwischen Michael und mir einen Keil treiben wollen. Aber das wird ihnen nicht gelingen. Michael ist für mich einer der wichtigsten Spieler für den FC Bayern und die Nationalelf", erklärte Kahn.

(apa/red)

19.9.2003 13:42