Studie: EU-Beitritt der Türkei wäre teuer
- Mitgliedschaft würde übrige Staaten pro Jahr 14 Milliarden kosten
Ein allfälliger EU-Beitritt der Türkei könnte teuer werden. Eine deutsche Tageszeitung berichtet von einer Studie des Osteuropa-Instituts in München, wonach eine EU-Mitgliedschaft des Landes die übrigen Staaten der Union pro Jahr 14 Milliarden Euro kosten würde. Ungeachtet dessen hat EU- Erweiterungskommissar Günter Verheugen keine grundsätzlichen Einwände gegen die Aufnahme der Türkei.
"Dass die Türkei an den Irak grenzt und ein vorwiegend moslemisches Land ist, spielt keine Rolle mehr", sagte der SPD- Politiker der "Welt am Sonntag".
Nach den vorläufigen Berechnungen dürfte vor allem die noch sehr rückständige türkische Landwirtschaft den EU-Haushalt stark belasten, in den Deutschland netto am meisten einzahlt.
Verheugen sagte, man müsse auch die Frage stellen, welche Anpassungen die EU vornehmen müsse, um ein so großes und einwohnerstarkes Land wie die Türkei aufzunehmen. Allerdings lasse sich das bisherige Konzept der Integration nicht grenzenlos fortsetzen: "Eine Erweiterungsrunde wie die jetzige wird es nicht noch einmal geben." (apa)
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