Liberia-Einsatz: Sicherheitsrat genehmigt UNO-Truppe
- 15.000 Mann sollen westafrikanische Eingreiftruppe ablösen
Der Weltsicherheitsrat hat am Freitag grünes Licht für den Einsatz einer 15.000 Soldaten umfassenden UNO- Friedenstruppe im Bürgerkriegsland Liberia gegeben. Die UNO-Mission für Liberia soll die westafrikanische Eingreiftruppe ablösen und zugleich viele ihrer Soldaten unter UNO-Flagge übernehmen. Das Mandat wurde für zunächst zwölf Monate erteilt.
Der Einsatz der Friedenstruppen war von UNO-Generalsekretär Annan vorgeschlagen und von den USA maßgeblich unterstützt worden. Die Kriegsparteien in Liberia hatten sich Mitte August auf ein Friedensabkommen verständigt. Allerdings drohte die Rebellengruppe LURD bereits, die geplante Übergangsregierung wegen eines Streit um die Verteilung von Ämtern zu boykottieren.
Die UNO-Friedenstruppe soll ab 1. Oktober unter anderem den Waffenstillstand und die damit vereinbarte Rückkehr der verschiedenen Rebellen- und Regierungsmilizen zu ihren Ausgangsbasen überwachen. Außerdem sollen die Blauhelmsoldaten die freiwillige Entwaffnung der Bürgerkriegsgegner organisieren und die Sicherheit von Regierungsstellen sowie der Häfen und Flugplätze und weiterer Infrastruktureinrichtungen des Landes gewährleisten. (apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
