Mittwoch, 17. September 2003

Neue Gefechte in Indonesien: Mehr als 20 mutmaßliche Rebellen getötet

  • Seit Beginn der Offensive im Mai sind etwa 900 Menschen ums Leben gekommen
  • Rebellen-Bewegung "Freies Aceh" dementiert Feuergefecht

Das indonesische Militär hat nach eigenen Angaben bei verschiedenen Gefechten in der Bürgerkriegsprovinz Aceh mindestens 22 Rebellen getötet. Darunter seien auch ein hoher Anführer der Bewegung Freies Aceh (GAM) und dessen Frau, teilte ein Armeesprecher mit.

Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Armeeoffensive am 19. Mai gegen die Aufständischen in Aceh getöten Rebellen nach offizieller Darstellung auf knapp 900.

In der Provinz an der Nordspitze Sumatras stehen mehr als 40.000 indonesische Soldaten und Polizisten rund 5.000 Separatisten gegenüber, von denen nur ein Teil bewaffnet ist. Vor rund zwei Wochen hatte die Armee erklärt, dass sich seit Beginn der Operation mehr als 600 Rebellen und 470 ihrer Unterstützer ergeben hätten.

Die indonesische Regierung hatte mit dem Beginn der Offensive zugleich das Kriegsrecht über das an Öl- und Gasvorkommen reiche Aceh verhängt. Die Separatisten der GAM kämpfen seit 1976 für einen eigenen islamischen Staat. Dem Konflikt fielen seitdem mehr als 11.000 Menschen zum Opfer, die meisten davon Zivilisten. (apa)

17.9.2003 08:56