US-Präsidentschaft: Ex-NATO-General Clark will ins Weiße Haus!
- Auch der demokratische Senator Edwards möchte Präsident werden
- Präsidentschaftswahlen finden im November 2004 statt
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Der frühere NATO-Oberbefehlshaber Wesley Clark hat sich offiziell um die demokratische Präsidentschaftskandidatur beworben. Das gab der 58-Jährige über den Nachrichtensender CNN bekannt. Lange hat der General gezögert, doch jetzt ist seine Entscheidung gefallen.
Wesley Clark, der frühere Oberbefehlshaber der NATO und Kommandeur der allierten Truppen im Kosovokrieg, will bei den US-Präsidentschaftswahlen im November 2004 gegen George W. Bush antreten. Wie die US-Medien berichteten, steigt Clark damit als zehnter Bewerber bei den Demokraten in das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur ein. Die Karten bei der Opposition werden damit völlig neu gemischt. Denn Experten trauen es Clark zu, rasch in die Spitzengruppe der aussichtsreichsten Anwärter auf die Kandidatur vorzupreschen.
Idealkandidat der Demokraten
Clark wurde schon seit längerem von vielen in der Demokratischen Partei als Idealkandidat gehandelt. Der 58-Jährige ist nicht nur intelligent, redegewandt und gutaussehend - vor allem könnte er Bush mit der Autorität des Generals in der Sicherheitspolitik Paroli biete. In den vergangenen Monaten waren deshalb die Rufe nach Clark immer lauter geworden - was auch die Schwäche des bisherigen demokratischen Bewerberfelds reflektierte. Denn keiner der übrigen neun Anwärter hat es in der Frühphase der Kampagne so richtig geschafft, sich als die Heldenfigur in Szene zu setzen, die das Weiße Haus im Sturmlauf zurückerobern könnte.
Militärisch genaue Planung
Clarks langes Zögern begründeten Vertraute damit, dass der General ganz militärisch vorgegangen sei und zunächst seine Siegchancen habe sondieren wollen. Der General hat allerdings bereits in den vergangenen Monaten eine Art Vor-Vorwahlkampf betrieben, indem er ständig mit scharfer Kritik an Bush an die Öffentlichkeit ging. Dabei präsentierte er sich als überzeugter Multilateralist. Am Irakkrieg kritisiert er vor allem, dass die USA sich keinen starken internationalen Rückhalt verschafft hätten: "Dies ist eine Regierung, die ihre Verbündeten nicht wirklich respektiert. Wenn Du wirklich Verbündete haben willst, dann musst Du Dir ihre Meinungen anhören."
Demokratischer Senator Edwards will ins Weiße Haus
Auch der demokratische US-Senator John Edwards hat am Dienstag seine Bewerbung um die Präsidentschafts-kandidatur seiner Partei angekündigt. Edwards ist der zehnte Kandidat aus den Reihen der oppositionellen Demokraten, die als Herausforderer von Präsident George W. Bush bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr antreten wollen.
(apa/red)
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