Kelly-Affäre: BBC-Chef Dyke belastet Blair erneut
- "Campbell führte Kampagne gegen den Sender"
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BBC-Chef Greg Dyke hat vor der Untersuchungskommission zum Tod des Waffenexperten David Kelly seine Vorwürfe gegen die britische Regierung bekräftigt. Der damalige Kommunikationschef von Premier Blair, Alastair Campbell, habe eine Kampagne gegen seinen Sender geführt, um von eigenen Fehlern in der Irak-Politik abzulenken, sagte der Rundfunkdirektor am Montag bei der Anhörung vor dem Ausschuss.
Diesen Eindruck habe er mit BBC-Nachrichtenchef Richard Sambrook geteilt, sagte Dyke. Campbell hatte die BBC scharf angegriffen wegen eines Berichts, wonach London ein umstrittenes Irak-Dossier aufgebauscht habe. Hauptquelle für den Bericht war Kelly, der Tage später mit aufgeschnittenen Pulsadern tot aufgefunden wurde.
Als "möglichen Grund für den Angriff" durch Kommunikationschef Campbell nannte Dyke, dass der Auswärtige Ausschuss des Parlaments damit von dessen Rolle bei der Formulierung eines weiteren fehlerhaften Irak-Dossiers der Regierung habe abgelenkt werden sollen. Der im vergangenen Februar veröffentlichte Bericht war zu großen Teilen aus einer zehn Jahre alten Studienarbeit abgeschrieben.
(apa)
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