Dienstag, 16. September 2003

Verwüstungen durch "Isabel": Aufräumungsarbeiten werden Monate dauern

  • Hurrikan-Bilanz: 29 Tote, Schaden von bis zu einer Mrd. Dollar
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Nachdem der Wirbelsturm "Isabel" über die Ostküste der USA hinweggefegt ist, sind die Aufräumarbeiten in den betroffenen Regionen in vollem Gang. Die Katastrophengebiete werden dennoch voraussichtlich noch Monate mit den Folgen des Sturms zu kämpfen haben.

Nachdem "Isabel" zahlreiche Überlandleitungen abgeknickt hatte, waren Reparaturtrupps permanent im Einsatz, um die rund sechs Millionen betroffenen Haushalte wieder ans Stromnetz anzuschließen. Am Sonntag verfügte rund die Hälfte wieder über Elektrizität. 70 Lastwagen mit dringend benötigten Gütern wie Trinkwasser, Zelten und Generatoren wurde in die Katastrophengebiete geschickt.

Bei einem Lokaltermin in der Stadt Poquoson in Virginia machte sich Heimatschutzminister Ridge ein Bild von der Verwüstung, die der Sturm angerichtet hat. Ein Lokalpolitiker sagte: "Es wird wahrscheinlich Wochen, vielleicht Monate dauern bis die Stadt aufgeräumt ist. Das ist hier die reine Verwüstung."

Präsident Bush erklärte die Bundesstaaten North Carolina, Virginia, Maryland und Delaware und auch den Hauptstadt-Bezirk Washington D.C. zu Katastrophengebieten, nachdem der Hurrikan "Isabel" dort schwere Schäden verursacht hatte. Mit der Einstufung als Katastrophengebiet werden Geldmittel des Bundes freigemacht, die zur Behebung der Unwetterschäden eingesetzt werden sollen.

Schwere Überflutungen gab es unter anderem in den Städten Baltimore, Annapolis und Alexandria und auf dem Luftwaffenstützpunkt Langley im Süden Virginias. Dort berichtete ein Armeesprecher, dass sich Delfine in überfluteten Parkplätzen getummelt hätten.

"Isabel" war am Donnerstag und Freitag über die Ostküste der USA hinweggefegt und hatte 29 Menschen das Leben gekostet und Schäden in Höhe von bis zu einer Milliarde Dollar (884 Mill. Euro) verursacht.

(apa)

16.9.2003 07:12