Teuflische Terrorpläne: Neonazis planten Attentat auf SPD-Politiker!
- Alarm in Bayern: Spitzenpolitiker Franz Maget war laut dt. Innenminister Schily ein Ziel
·Terror-Alarm
Neonazis planten Bomben-Anschlag!
·Terror-Angst
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Teuflische Terrorpläne: Der bayerische SPD-Spitzenpolitiker Franz Maget war Ziel eines Attentats! Und zwar jener Neonazis, die vor einigen Tagen in München verhaftet wurden. Das teilte Innenminister Schily am Montag in München mit. Die Gruppe habe mit einer entsprechenden Ausspähung bereits begonnen. Maget steht nach SPD-Angaben nun unter Personenschutz der Polizei. Die Neonazis hatten laut Ermittlern auch ein Bomben-Attentat auf eine Synagoge in München geplant. Bayerns Innenminister Beckstein sprach deshalb von einer derzeit erhöhten (Terror)-Gefahr.
Es sei ein Dokument bei einer Neonazi-Gruppe gefunden worden, wonach Maget ausgespäht werden sollte, berichtete Schily. Seine Adresse und Informationen über sein Leben seien bereits beschafft worden. Offenbar seien auch schon Personen losgeschickt worden, um den Spitzenkandidaten für die bayerische Landtagswahl auszuspionieren.
"Ich habe keine Angst", sagte Maget. "Aber die Polizei hat mir geraten, das ernst zu nehmen."
Bedrohung durch rechten Terror steigt
Rechtsextremisten könnten versucht sein, nach der Festnahme der Beschuldigten erst recht Aktivität zu demonstrieren, sagte Beckstein. Zudem bestehe die Gefahr von Nachahmungstaten. "Wir haben unsere Sicherheitsvorkehrungen auf allen Ebenen deutlich verschärft."
Das verhinderte Attentat auf die geplante neue Synagoge in München hat nach den Worten von Beckstein eine neue Qualität des Rechtsextremismus gezeigt. "Bisher gab es immer wieder einzelne Gewalttaten aus der rechtsextremen Szene. Aber dass ein Anschlag über Monate hinweg so vorbereitet wird - mit der Einbindung einer ganzen Gruppe von Leuten und der Beschaffung von 14 Kilo Sprengstoff - das ist ein Alarmsignal", sagte der CSU-Politiker. "Der Fall zeigt, wie stark das Netzwerk des Rechtsextremismus in Deutschland ist."
Insgesamt gibt es nach Angaben des Ministers in Bayern rund 250 gewaltbereite Neonazis und bis zu 900 gewaltbereite Skinheads. Statt in Vereinen organisierten sie sich zunehmend in so genannten Kameradschaften, um sich dem möglichen Zugriff des Vereinsrechts zu entziehen. Auch der in München festgenommene Hauptbeschuldigte Martin Wiese gehörte zu einer solchen Kameradschaft.
In Bayern ist nach dem Schlag gegen die Wiese-Gruppe vor allem der Schutz jüdischer Einrichtungen verschärft worden. Zudem wurde bekannt, dass die in München verhafteten Neonazis eine ganze Reihe von möglichen Zielen für Anschläge im Blick hatten. Neben jüdischen Einrichtungen standen auch Moscheen und eine griechische Schule in der bayerischen Landeshauptstadt auf einer Listemeradschaft Süd, Martin Wiese, entdeckt worden, schreibt "Der Spiegel".
(apa/red)
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