Irans Atomprogramm: IAEA fordert Offenlegung
- Iran beteuert: Sind Sperrvertrag verpflichtet
·Aus Protest
Iran verlässt IAEO- Sitzung in Wien
·Khatami
Iran dementiert Atomprogramm
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, El Baradei, hat den Iran dringend aufgerufen, sein Atomprogramm offen zu legen. Es sei unabdingbar und wichtig, dass alle Fragen so bald wie möglich geklärt würden, sagte El Baradei am Montag bei einer Konferenz der 136 Mitgliedsstaaten der IAEA in Wien. Er hob dabei die Frage des angereicherten waffentauglichen Urans hervor.
Der Leiter der iranischen Atomenergieorganisation versicherte, sein Land sei dem Atomwaffensperrvertrag verpflichtet, der die Weitergabe von Atomwaffen und die Technologie zu ihrem Bau untersagt. Er rückte damit von der Drohung Teherans ab, den Vertrag zu kündigen.
US-Energieminister Abraham verlas eine scharf gehaltene Erklärung von Präsident Bush. Versuche, die Weiterverbreitung von Atomwaffen zu verhindern, würden "von ein paar wenigen Schurkenstaaten" gefährdet, die in den Besitz von Massenvernichtungswaffen kommen wollten. Abraham nannte in diesem Zusammenhang den Iran und Nordkorea.
Der Iran sagte zu, die Gespräche mit der IAEA fortsetzen, die zur Unterzeichnung eines Zusatzprotokolls führen sollen, das unangemeldte Kontrollen der IAEA zulässt. Zuvor hatte der Iran als Reaktion auf die von den USA unterstützte Frist der IAEA damit gedroht, die Kooperation mit der Behörde einzuschränken oder sogar den Atomwaffensperrvertrag aufzukündigen.
Die IAEA hatte bei Kontrollen im Iran Spuren von angereichertem Uran entdeckt. Der Fund hatte Befürchtungen ausgelöst, dass der Iran heimlich an einem verbotenen Atomwaffenprogramm arbeite. Der Iran hatte dagegen erklärt, die Spuren rührten von importierter Ausrüstung her.
(apa)
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