Israels Außenminister: Kein sofortiges Vorgehen gegen Arafat
- Gezielte Tötung? Shalom: "Nicht die offizielle Politik"
- Aber: "Mit Arafat keine Hoffnung auf Frieden"
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Der israelische Außenminister Shalom hat ein sofortiges Vorgehen gegen Palästinenserpräsident Arafat ausgeschlossen. Der Kabinettsbeschluss, Arafat aus seinem Hauptquartier in Ramallah im Westjordanland "zu entfernen", sei nicht zur unmittelbaren Umsetzung gedacht gewesen, sagte Shalom am Montag. Über einen Zeitplan äußerte er sich nicht.
Shalom wies zugleich die Äußerungen von Vize-Regierungschef Olmert zurück, der eine gezielte Tötung des Palästinenserpräsidenten als Option bezeichnet hatte. Dies sei "nicht die offizielle Politik" der israelischen Regierung. Olmert habe seine persönliche Meinung geäußert. Dennoch sei Arafat "ein Hindernis für den Frieden". Solange der Palästinenserpräsident an der Macht sei, gebe es keine Hoffnung auf Frieden mit den Palästinensern.
Olmert hatte am Wochenende gesagt, die Tötung Arafats sei ebenso eine Option zur Umsetzung des Kabinettsbeschlusses wie seine Ausweisung oder vollständige Isolation. Der palästinensische Außenminister, Nabil Shaath, bezeichnete diese Äußerung als "kriminell, anmaßend und dumm".
(apa)
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