Stadthallen-Prozess: Zwei Bauingenieure verurteilt
- Decke stürzte damals ein, 32 Menschen wurden verletzt
Sechs Jahre ist es her, als während einer Schallplatten-Börse in der Wiener Stadthalle eine tonnenschwere, 400 Quadratmeter große Decke einstürzte. Rund hundert Menschen hatten sich am 7. September 1997 in der Halle E befunden, 32 wurden bei dem Unglück verletzt. Am Freitag mussten sich zwei Bauingenieure vor Gericht wegen fahrlässiger Gemeingefährdung verantworten und wurden schuldig gesprochen.
Der mit der Bauaufsicht betraute Ing. Manfred G. (58) wurde zu drei Monaten bedingt verurteilt. Der ehemalige Geschäftsführer jener Firma, die die Decke eingezogen hatte, Ing. Günter B. (62) bekam auf Grund der Bedachtnahme eines anderen Verfahrens wegen fahrlässiger Krida aus dem Jahr 1998, wo er zwei Monate bedingt ausfasste, eine zusätzliche Strafe von zwei Monaten bedingt. Beide Verurteilten erbaten sich Bedenkzeit. Der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist daher nicht rechtskräftig.
(apa/red)
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