BP-Kandidatur: Grüne entscheiden im Dezember
- Vizechefin Glawischnig gilt als Geheimfavoritin
- Unterstützung für Fischer oder Ferrero-Waldner schwierig
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Die Grünen werden im Dezember über eine eigene Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen entscheiden, lassen aber immer mehr eine leichte Präferenz für eine eigene Bewerbung erkennen. Auf die Frage, ob die grüne Vizechefin Glawischnig eine Kandidatin wäre, meinte der stv. Klubobmann Öllinger, ihm fallen viele geeignete Persönlichkeiten ein. Eine Kandidatur sei auch eine finanzielle Frage.
Öllinger erklärte zum Abschluss der Grünen Klubklausur in Linz, angesichts der sich abzeichnenden beiden Kandidaten Ferrero-Waldner bei der ÖVP und Fischer bei der SPÖ wollten die Grünen nicht nur dazu beitragen, einen "faden" Wahlkampf zu beleben.
Zunächst sei er diesem Thema "sehr skeptisch" gegenüber gestanden. "Je mehr ich mich damit auseinander setze, umso mehr finde ich es wichtig, dass wir diese Frage sehr seriös und sauber klären".
Unterstützung für andere Kandidaten "schwierig"
Auf die Frage, ob sich die Grünen eine Unterstützung von Fischer vorstellen könnten, wenn die FPÖ nicht kandidiere, meinte Öllinger: "Das sehe ich sehr schwierig". Die Grünen würden eine Kandidatin bevorzugen, wobei er gleich hinzufügte, "es ist sehr schwer vorstellbar, Ferrero-Waldner zu unterstützen". Also ist es egal, ob man Ferrero-Waldner oder Fischer unterstützt? - Öllinger: "Weder noch". Sollte es zu einem zweiten Wahlgang kommen, werde man aber jetzt nicht den "zweiten Schritt vor dem ersten setzen".
Jedenfalls wäre das Amtsverständnis eines Bundespräsidenten zu hinterfragen. Öllinger spricht sich für einen "Bürgerpräsidenten" oder eine "Bürgerpräsidentin" aus. Diese sollte sich beispielsweise bei wichtigen Themen außerhalb der Parteipolitik wie dem Pflegeskandal in Lainz nicht nur zu Wort melden, sondern "sich auch dorthin stellen und die Verhältnisse im Geriatriezentrum zu einem Thema machen". Dies wäre eine "große Chance, die würde ich mir wünschen, für dieses Amt zu nützen". (apa)
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