Fiaker-Planquadrat: Es hagelte Anzeigen!
- Behördliche Beanstandungen bei 18 von 19 Kutschen!
- Nur ein einziges "Zeugl" mit Pferdemist-Auffangvorrichtung
Sie gehört zum Wien-Programm wie der obligate Besuch im Heurigen - die Fahrt mit dem "Zeugl". Doch Wien-Touristen sind offenbar in schlecht gewarteten Kutschen unterwegs. Eine unangemeldete Kontrollaktion bei Wiener Fiakern hat jedenfalls zahlreiche Mängel zu Tage gebracht. Beanstandet wurden 18 von 19 "Zeugln", eine Kutsche wurde wegen schlechter Bereifung aus dem Verkehr gezogen. Eine Pferdemist-Auffangvorrichtung fand sich nur an einer einzigen Kutsche.
Die so genannten "Pooh-Bags" sind zwar erst ab kommenden Jahr vorgeschrieben, doch auch einen Reinigungsvertrag mit der Stadt konnte kein Kutscher vorweisen.
Bei der Aktion von Magistrat und Polizei wurde an den Kutschen unter anderem schlechte Beleuchtung, unzureichende Bremswirkung, miserable Bereifung und bei den Fiakern selbst das Fehlen des Fiakerausweises oder des obligaten Fiakerz-Zylinders bemängelt, hieß es in der Rathauskorrespondenz.
Die betroffenen Unternehmer und Fiaker wurden angezeigt. Ihnen drohen nach dem Wiener Fiakergesetz Höchststrafen von bis zu 3.500 Euro. Der Gesundheitszustand der Pferde wurde von Mitarbeitern des Veterinäramtes als zufrieden stellend bezeichnet. (APA/Red.)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
