Montag, 15. September 2003

Neue Kampagne: Österreicher sollen gesünder leben

  • "Innerer Schweinehund": Rauch-Kallat präsentiert Maskottchen

In den kommenden drei Jahren sollen alle Österreicher bewegt werden - im wahren Sinn des Wortes. Gesundheitsministerin Rauch-Kallat stellte am Montag eine Kampagne zur Gesundheitsförderung vor. Da der "Innere Schweinehund" überwunden werden soll, dient ein solcher als Motivations-Maskottchen.

"Wir wollen nicht nur das Bewusstsein fördern, sondern auch eine Verhaltensänderung zu gesunder Lebensweise herbeiführen", betonte Rauch-Kallat. Alle Parteien und Sozialpartner seien sich einig, dass die Gesundheitsförderung Vorrang bekommen soll, berichtete die Ressortchefin. Richtige Ernährung, Bewegung, Stress- und Unfallvermeidung sowie medizinische Vorsorge stellen die Säulen dieses Anliegens dar.

Rauch-Kallat ortete eine Bereitschaft in der Bevölkerung zu einem Umdenken. "Und wir wollen dabei helfen", so die Ministerin. Dem "Inneren Schweinehund", kurz "iSch" genannt, soll zu Leibe gerückt werden. Die rechtlich geschützte Figur "iSch" ist eine "Mischung aus Golden Retriever und Schweinchen Schlau" (Rauch-Kallat). Es gilt den "Inneren Schweinehund" bewusst in Grenzen zu halten.

Die Notwendigkeit einer Gesundheitsförderung unterstrich Schulärztin Dr. Pavelka. Sie berichtete von einer Zunahme in Sachen Haltungsschäden und Übergewicht. Kinder würden immer öfter zu viel allein gelassen, der Anteil der rauchenden Mädchen sei "erschreckend" gestiegen. Da bei Gesundheitsförderung jeder Eigenverantwortung trage, zielt die Kampagne vorerst auf Schüler ab dem 14. Lebensjahr.

An der Kampagne beteiligen sich zahlreiche Kooperationspartner wie Kindergärten, Betriebe, öffentliche Dienststellen, Städte und Gemeinden oder Medien. Informationen findet man im Internet unter http://www.iSch.at, Tipps werden aber auch über die Hotline 0800/22- 44-88 gegeben.

(apa)

15.9.2003 13:42