Neuer Pflege-Ombudsmann: Vogt offiziell vorgestellt
- Tätigkeit soll am 1. Oktober beginnen
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Der neue Ombudsmann für alle öffentlichen und privaten Pflegeeinrichtungen in Wien, Werner Vogt, wurde am Montag von SPÖ-Gesundheitsstadträtin Pittermann offiziell vorgestellt. Die genaue rechtliche Konstruktion der Ombudsstelle steht zwar noch nicht fest, mit seinen acht bis neun Mitarbeitern will Vogt seine Tätigkeit aber am 1. Oktober aufnehmen.
Vogt will will "Ansprechstelle" für alle Beteiligten sein, die Pflegeeinrichtungen aber auch aktiv aufsuchen. Als Reaktion auf die im Geriatriezentrum Am Wienerwald (Lainz) bekannt gewordenen Missstände soll der neue Pflegeombudsmann im Zuge der Strukturreform 2004 eingerichtet und mit der nötigen Infrastruktur ausgestattet werden. Die Finanzierung sei zwar gesichert, versicherte man, über die Höhe der budgetären Dotierung werde aber noch verhandelt. Die Unabhängigkeit der Ombudsstelle sei jedenfalls gesichert, sagte Vogt. Er ist gegenüber der Stadtverwaltung weisungsfrei.
Pittermann meinte, man werde gemeinsam versuchen, "das Pflegewesen in Wien zu optimieren". Einmal mehr betonte sie, dass bereits laufend bauliche Änderungen an den Pflegezentren durchgeführt würden. Sie verwies auch darauf, dass der Personalschlüssel bei den öffentlichen Einrichtungen besser als bei den privaten sei.
Nach dem "Lainz-Skandal" hat Gesundheitsministerin Rauch-Kallat eine Überprüfung in ihrem Ressort angeordnet, "ob es eine Möglichkeit gibt, Kontrollversäumnisse zu verunmöglichen", wie sie am Montag sagte. Rauch-Kallat setzt auf Reformen: Es sei wichtig, das Personal bei der Ausübung seiner schwierigen Tätigkeit zu unterstützen. "Wir sind jetzt dabei, die Ausbildungsordnung neu zu entwickeln", berichtete die Ministerin. Es sei auch wichtig, pflegenden Angehörigen Hilfe in Form von Tagesheimzentren etc. anzubieten.
(apa)
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