Joachim Gradwohl im FORMAT Gourmet-Test!
- So großartig kocht der neue Meinl-Koch wirklich!
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An dieser Stelle wurde bereits vermeldet, dass Joachim Gradwohl zum Nachfolger des langjährigen Meinl-Chefkochs Christian Petz auserkoren wurde. Als Gradwohl im Sommer seinen Dienst angetreten hatte, ließ sich zwar schon absehen, dass er ein würdiger Nachfolger des hochbegabten Petz ist, die Frage, was wirklich in ihm steckt, lässt sich aber erst jetzt, nach einer gewissen Einarbeitungszeit, seriös beantworten...
Kurz gesagt: Gradwohls derzeitige Leistungen übersteigen sämtliche Erwartungen. Mittlerweile hat er seinen eigenen Stil entwickeln können und kocht nun auf allerhöchster Flamme. Er lässt etwa einen gebeizten Wolfsbarsch auf Gurken mit Kräutern auffahren, der durch eine unglaublich subtile Abmischung der Gewürze besticht, oder einen gebratenen Waller auf Selleriecreme mit Blattspinat, ein ebenfalls grandios und höchst sensibel zubereitetes Gericht. Wie feinfühlig Gradwohl mit Fischen umzugehen weiß, wird aber vor allem bei seinen Rotbarben mit Paradeiserfond und Steinpilzen deutlich. Erstens verwendet Gradwohl erstklassige Produkte, und zweitens gart er die Fische besonders zart und behutsam und lässt sie durch den Paradeiserfond noch immer das sein, was sie sind: Fische mit einem unvergleichlichen Geschmack.
All das zeigt, dass Gradwohl nicht nur ein exzellenter Koch ist, sondern bereits nach kurzer Zeit eine eigene, unverwechselbare Linie entwickelt hat. Damit könnte er schon bald in der ersten Reihe österreichischer Top-Köche stehen. Die Antwort auf die Frage, wie gut ist der neue Meinl-Koch, kann daher nur lauten: großartig.
Meinl am Graben, Adresse: 1010 Wien, Graben 19, Tel.: 01/532 33 34-35, Öffnungszeiten: Mo-Sa 8 -22.30 Uhr (an Feiertagen geschlossen), Durchschnitts-Preise: Vorspeisen 15, Hauptspeisen 24 Euro
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