Der Endkampf um die Voest
- Fight um 500-Millionen-Euro-Aktien-Deal wird total brutal

Die Polit-Tricks. So wollen Top-Banker Scharinger & Landesfürst Pühringer die Voest übernehmen. Der Aktien-Poker. Wer die besten Chancen hat. Wer hinter dem geheimen Aktienkauf steckt.
Die Vollprivatisierung der voestalpine verkommt vom Wirtschaftskrimi zur Politposse. Zuerst sorgte die Ankündigung der wahlkämpfenden oberösterreichischen Politiker, das Land beim Börsegang zum Großaktionär des Stahlkonzerns zu machen, für blankes Entsetzen in hochrangigen Wirtschaftskreisen. Dann wurde bekannt, dass jüngst in einer Geheimtransaktion fünf Prozent der Voest-Aktien im Wert von über 70 Mio. Euro den Besitzer gewechselt haben. Ein strategischer Investor, munkeln Insider, bereite die Übernahme des Stahlkonzerns vor: Steht Magna doch wieder vor der Voest-Tür?
Brutaler Machtkampf. Der Kampf um die Kontrolle im Linzer Stahlkonzern wird damit endgültig zum brutalen Showdown zwischen Wirtschaft und Politik. Drei Gruppen streben mit genau verteilten Rollen jetzt nach der Macht in der Voest:
Pühringers Trick. Landshauptmann Pühringer greift daher im Wahlkampf zu einem besonderen Trick, um „seine“ oberösterreichische Lösung den Wählern zu verkaufen. War zu Wochenbeginn noch die Rede davon, dass das Land selbst Aktien kaufen soll, muss er nun nicht einmal Geld in die Hand nehmen. Denn die RLB OÖ und Oberbank räumen dem Land einfach ein Vorkaufsrecht auf ihre Aktien ein. Damit kann Pühringer sagen, die Banken sind die Oberösterreich-Lösung, und wenn diese verkaufen wollten, kann das Land jederzeit via Vorkaufsrecht zugreifen. Die heikle Gretchenfrage, ob sich das Land die Aktien überhaupt leisten kann und will, stellt sich so noch nicht.
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PLUS: Die neuen Voest-Mächtigen. Wer beim Börsegang groß einkaufen und den Stahlkonzern kontrollieren will.
PLUS: Top-Manager: Voest-Chaos schadet der Wirtschaft
PLUS: Voest-Geheimdeal bringt Magna ins Spiel
PLUS: Voest-Aktien für alle - lohnt der Kauf?
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